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Schlagwort: Medien

aus der Serie #kulturspots: der geheime kunstSalon

Stiftgasse 10 – in einem der ältesten Häuser am Spittelberg –  gibts seit Dezember 2014 den geheimen kunstSalon: in einem Wohnzimmer mit Kamin und Fenster zur Gasse kann man gegen 5€ Monatsbeitrag umfassende Kunsterlebnisse, vom Filmansehen bis Karneval, erleben und mitgestalten. Weil: Partizipativ ist der Verein  geheimer kunstSalon auch: wer mitzahlt, darf auch das Programm mitbestimmen.

Gründer Thomas Kleinhagauer mietet den Raum nun 10 Jahre und hat hier einen privaten – offenen  – Kunstverein mit Freunden gegründet. Was hier statt findet beschreibt er auf Facebook so – da findet sich übrigens auch das aktuelle Programm:

Kultursalon kleinder geheime kunstSalon – wurde 1684 in mitten eines armenHauses errichtet, wo gut versteckt die künste abseits der „staatskunst“ des mächtigen hauses habsburg von einem geheimBund gefördert wurden. vor kurzem entschied der bund mit 7.dezember 2014 den geheimen kunstSalon nicht mehr vor der öffentlichkeit zu verbergen…

– kaminZimmer
– kunstWerkStadt
– entree mit selfService-Cafe

S P E C I A L S
jeden …

DIENSTAG – stummFilmVertonung durch Künstler/Bands

DONNERSTAG – singer-songwriter thursday – live abende mit genialsten künstlern

SONNTAG – dinner & tatort – live übertragung mit specials

IMMER ZU GAST:

* geheime lichtSpiele

* diverse (foto)Ausstellungen zb.: die lange verborgene tradition des geheimen kunstSalons

unser 2nd Home-Prinzip:

Es handelt sich um ein Privat-Atelier, dass auf ein 2nd Home-System basiert.

Freunde, Bekannte und deren Gäste erhalten (nach Absprache und Erklärung) gegen Kostenbeteiligung Zugang zu den Räumen und das SelfServiceCafe.

das SelfServiceCatering
– KOSTENLOSE NUTZUNG-

IMG_5815Wasserkocher
Nespresso-Maschine
Mikrowelle
Tee
Kaffee
Milch
Wasser mit BioFrüchten
miniSnacks

Bitte Tassen vor Verlassen des Salons selbst abwaschen oder WegWerfBecher verwenden.
Es gilt fair use für alle! – Bei Verstoß gegen die Hausordnung kann jederzeit das Nutzungsrecht suspendiert werden.

Bei Monats-Kostenbeteiligung kostenloses Stimmrecht für Entwicklung und Programm des geheimen KunstSalons. Monats-Kostenbeteiligungsende jederzeit bis zum Ende des Folgemonats möglich. Zu speziellen Events (zb.: Dinner) kann eine zusätzliche Kostenbeteiligung hinzukommen, um die erhöhten Kosten decken zu können.

Weiter Getränke können auch selbst mitgebracht werden!

DER FENSTERSTEHER

.. da wir ja glücklicherweise keine Strassentüre haben, sondern nur ein Fenster zur Welt, haben wir natürlich auch einen FENSTERSTEHER.

Alle Angaben sind MindestSpenden für die Club-Kasse in Euro .. damit die monatliche Miete bezahlt werden kann.

DIE OFFIZIELLE VEREINSGRÜNDUNG ERFOLGT MIT EUCH IN KÜRZE 😀

IMG_5817nochmals zur klarstellung für alle, da diese frage immer wieder aufkommt:

bitte versteht, dass auf grund von rechtlichen gründen, nicht jeder an den veranstaltungen im privat-atelier teilnehmen kann. ihr müsst zumindest einen bekannten oder freund bei uns im team haben, diese könnt ihr natürlich gerne fragen, ob sie euch die geheime tagesParole sagen wollen. wir dürfen leider unsere veranstaltungen nicht öffentlich zugänglich machen und müssen uns schützen, soweit das notwendig ist. allerdings könnt ihr gerne ab märz mitglieder im verein werden, da gibt es dann auch ab und zu tolle events für alle.

danke für euer verständnis.
euer geheimer kunstSalon

Mehr Hintergrund zu den VereinsmacherInnen und ihren Ideen findet  sich im  Interview von Marco Leimer für GAP.

 

Start der Serie #kulturspots

IMG_5715Heute der Offene CD-Schrank beim mica – Stiftgasse 29

Es gibt sie, besonders in den Bezirken, kleine Intiativen, die Kultur in den Alltag bringen, das Leben dadurch bunter machen oder zur Diskussion einladen.

In dieser neuen kleinen Serie möchte ich auf Kultur Hotspots hinweisen, die nicht durch großes Marketing bekannt werden können, aber trotzdem wichtig sind für das urbane Lebensgefühl. Ich möchte zeigen wie viel Kreativität wir gleich ums Eck finden – getragen vor allem von der Initiative Einzelner. Vielleicht ist ja auch die eine oder andere Anregung für weitere dezentrale Initiativen dabei…

IMG_5716Der Offene CD Schrank

versteht sich als open air Tauschbörse.
Für jede mitgebrachte CD, darf eine andere aus dem Schrank gewählt werden.

Geöffnet täglich von 10.00 – 16:00 Uhr

 

Kunst und Wert 1 im TAG

Das TAG in der Gumpendorferstraße lädt TheatertheoretikerInnen und PraktikerInnen um gemeinsam den Wert der Kunst  festzumachen. Das das keine einfache Übung sein würde, war klar. Die ersten Veranstaltung begann deshalb einmal damit die Funktionen und Notwendigkeit des Theaters festzumachen. Dabei gab es wenig Diskussionsbedarf. Viel schwieriger ist es den Wert des Theaters für die Gesellschaft zu definieren.
Theater ist als Ort der öffentlichen Diskussion, der Bildung, der Avantgarde, als manchmal provokantes Konfliktfeld sinnhaft, da waren sich alle DiskutantInnen einig. Schwieriger die Frage wer den Wert für Kunst und Kultur festlegt und bezahlt.

Seit den 68er Jahren verlangen  Intellektuelle und Künstlerinnen in Mitteleuropa, dass wir alle, der Staat also, das finanziert, was produziert wird. Weil es einen Wert hat für die Gesellschaft (s.o.). Braucht in einer moderne Mediengesellschaft aber das Theater als Diskursort noch? Sind nicht Fernsehen, Socialmedia etc. andere, schnellere , tw billigere und flexiblere Orte um eine kritische Öffentlichkeit zu formen? Einen Ort der Verhandlung, der zumindest im Fall der Socialmedia mehr Mitbestimmung ermöglicht als das in seiner Grundidee „aufklärerische Theater“? Oder brauchen wir das (freie) Theater heute vor allem nur noch als innovatorischen Motor um die schwerfälligeren „Großen“ frische Ideen zu beliefern – auch wenn sich die Künstlerinnen hier mittels Selbstausbeutung für die gute Sache ausbluten.

Schwierige Fragen, die allesamt leicht aufgeworfen sind, aber in einem Abend nicht zu lösen.  Mit der Auftaktveranstaltung zeigt sich zumindest, dass es Diskussionsbedarf gibt. Und auch ausreichend Interessierte, die sich einbringen wollen. Noch sind wir in der Analysephase. Ein Konzept für die Zukunft, dass einerseits den künstlerischen Ansprüchen gerecht wird, das Überleben der Künstlerinnen sicherstellt und dennoch in Zeiten der Sparpolitik gesellschaftlich akzeptiert wird, kann nicht ohne sensible Umverteilung auskommen. Wie diese partizipativ und solidarisch und dennoch den meisten Bedürfnissen gerecht werden kann, muss noch weiter entwickelt werden. Der Beginn ist mir der Veranstaltungs-Reihe im TAG jedenfalls gemacht.

Mitschnitt der Veranstaltung

Zum Wiederlesen … Brief an den Standard vor der grünen Regierungsbeteiligung in Wien 2010

Leserbrief an den Standard

Liebe Frau Weißensteiner, Lieber Herr Völker,

Zu Ihrem Artikel „Die 7 Sünden der Grünen“ (Standard, 10.9.10): Die Grünen freuen sich nicht nur über eine Regierunsgsbeteiligung. Sie sind auch dazu in der Lage zu regieren, ohne dass Chaos ausbricht. Ganz im Gegenteil: statt Chaos haben 10 Jahre Grüne Bezirksvorstehung in Neubau – in dem sich der Spittelberg befindet – einfach nur mehr Lebensqualität in den Bezirk gebracht.

Während anderswo das Geschäftesterben beklagt wird, boomt hier der Markt. Ein eigenes Mode-Design Viertel ist entstanden. EPUs (EinzelunternehmerInnen) aus den Creative Industries eröffnen ein Büro nach dem anderen, die Straße hat zu leben begonnen.

Aus öden lauten Straßenkreuzungen wie am Augustin Platz, konnten gemeinsam mit AnwohnerInnen neue Treffpunkte gestaltet werden. Aus Parkplätzen, Pocket Parks, wie der Jenny Steiner Weg. Wir arbeiten hier seit langem und sehr erfolgreich daran gemeinsam politische Projekte umzusetzen, statt uns mit kleinlichen Streitereien zu lähmen. Das kann funktionieren, selbst wenn – wie in Neubau – 12 von 18 Bezirksräten weiblich sind. Die konstruktive Stimmung, die sachorientierte Arbeit der Grünen hat in Neubau eine sehr große Zahl an WählerInnen überzeugen können.

Wir sind stolz auf unsere Arbeit. Und wir würden sie auch gerne mit dem selben Verve in der öffentlichen Debatte sehen, wie die banale Berichterstattung über persönliche Konflikte.

Es gibt genug zu berichten: Es ist möglich Photovoltaik Anlagen auf amtliche Hausdächer zu montieren und damit Strom zu sparen. Es ist möglich durch sinnvolle Investitionen in außerschulische Jugendarbeit Konflikten vorzubeugen und Integration zu fördern. Es ist möglich durch nachhaltige Interventionen im öffentlichen Raum auch mitten in der Stadt urbane Erholungs- und Begegnungszonen zu schaffen.

Dennoch ist ein Bezirk auch immer ein Teil des großen Ganzen, also der ganzen Stadt. Neue Ideen, die von der Stadtpolitik abgelehnt werden, können deshalb nur selten gänzlich umgesetzt werden. Wenn Schicker nein sagt, wird nicht geplant. Allein deshalb wäre es interessant einmal zu erleben, welche unglaublichen Entwicklungspotentiale Wien noch hat – mit den Grünen in der Stadt Regierung.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Berner

Klubobfrau der Neubauer Grünen

bezieht sich auf den Wochenendstandard vom 10.9.2010, der sich in besonderer Weise den Grünen widmete

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