{"id":1596,"date":"2023-04-16T23:20:12","date_gmt":"2023-04-16T21:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/?p=1596"},"modified":"2023-04-25T11:02:01","modified_gmt":"2023-04-25T09:02:01","slug":"kulturausschuss-transparent-april-2023-bezirksmuseen-und-rassistische-strassennamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/kulturausschuss-transparent-april-2023-bezirksmuseen-und-rassistische-strassennamen\/","title":{"rendered":"Kulturausschuss.transparent April 2023 &#8211; Bezirksmuseen und rassistische Stra\u00dfennamen"},"content":{"rendered":"<p>Diesmal auf der Tagesordnung: Wie geht\u2019s weiter mit den Wiener Bezirksmuseen? Und was plant die Stadt eigentlich gegen rassistische Stra\u00dfennamen zu tun?<br \/>\nKurz zusammen gefasst: In beiden F\u00e4llen bleiben viele Fragen offen:<\/p>\n<p><strong>Ad 1, Bezirksmuseen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13408.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1607\" src=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13408-300x241.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13408-300x241.jpg 300w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13408.jpg 567w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mit 2020 wurde ein neuer Relaunch der Wiener Bezirksmuseen gestartet. Urspr\u00fcnglich auf 3 Jahre beschr\u00e4nkt wurden die Mittel f\u00fcr die Wiener Bezirksmuseen unter dem Label \u201eBezirksmuseen Reloaded\u201c beinahe verdoppelt. Daf\u00fcr wurde im Wien Museum eine Stabstelle eingerichtet, und drei Curatorial Fellows eingestellt. Im Fr\u00fchjahr 2023 sollte entschieden werden ob und in welcher Weise\u00a0 \u201eBezirksmuseum Reloaded\u201c weiter geht.<\/p>\n<p>Ohne \u00f6ffentliche Evaluierung war nun der Akt am Tisch, der die Mittel f\u00fcr die Bezirksmuseen insgesamt dem WIEN MUSEUM zuweist. Von dort sollen sie dann weiter verteilt werden.<\/p>\n<p>Schon im Vorfeld zum dies-monatigen Ausschuss wurde die Debatte um die <a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/chronik\/wien-chronik\/2181045-Objekte-der-Begierde.html\">Struktur\u00e4nderung in den Wiener Bezirksmuseen \u00f6ffentlich<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1615 aligncenter\" src=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"536\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/536-1060-Wien-Bezirksmuseum-Mariahilf-Klaus-Pichler-Bezirksmuseum-Mariahilf-2-676x451.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 536px) 100vw, 536px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Hintergrund: Urspr\u00fcnglich entstanden sind die Wiener Bezirksmuseen als Sammlungen von Lehrern zur Unterst\u00fctzung ihres Unterrichts am Beginn des letzten Jahrhunderts. Die erste Strukturerneuerung gab es 1936. Da wurden die Museen in \u201eHeimatmuseen\u201c umbenannt und teilweise zusammengelegt. Ab jetzt galt nur mehr als Museum, was durch einen Verein betreut wurde. Um die vielen unterschiedlichen Vereine zusammenzuf\u00fchren gr\u00fcndete sich 1964 die \u201eArbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen\u201c. Diese koordiniert die F\u00f6rderungen und unterst\u00fctzt die gr\u00f6\u00dftenteils ehrenamtlich arbeitenden 29 Bezirks- und Sondermuseen in Wien f\u00fcr spezifische Projekte.<\/p>\n<p>Nachdem die \u201ezentralen F\u00f6rdermittel\u201c (von der MA7) aufgeteilt auf 23 Museen recht gering sind \u2013 ca 5000\u20ac &#8211; 8000\u20ac je nach Gr\u00f6\u00dfe des jeweiligen Museums -haben die einzelnen Vereine zus\u00e4tzlich Museums-Unterst\u00fctzungsvereine, die mit Spenden aushelfen. Diese \u201eFreunde des Bezirksmuseums\u201c sind meist in der Organisation sehr nahe an die Bezirksvorstehung angelehnt, und sammeln zus\u00e4tzlich Spenden, um Veranstaltungen oder Infrastruktur im Bezirksmuseum zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nEinzelne Spezialprojekte werden auch aus Mitteln der ARGE finanziert.<\/p>\n<p>&#8222;Bezirksmuseum reloaded&#8220; hat an dieser Struktur wenig ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u201e<em>Ziel ist es, die Bezirks- und Sondermuseen in ihrer zivilgeschaftlichen Funktion zu belassen, aber durch unterschiedliche Formen der Professionalisierung zu gesellschaftlich relevanten Bildungs- und Kultureinrichtungen in den Bezirken weiterentwickeln. Durch die Einrichtung der Stabstelle Bezirksmuseen kann das Wien Museum nun seiner Aufgabe als Fachanstalt fu\u0308r die Bezirksmuseen gerecht werden.<\/em>\u201c (Zitat aus dem Antrag des Wien Museeums)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die Curatorial Fellows sollen die ehrenamtlichen Museen bei der Sammlungspflege, Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekten unterst\u00fctzten. Dar\u00fcber hinaus organisiert die Stabstelle praxisbezogene Weiterbildungsangebote f\u00fcr Mitarbeiter:innen und soll dazu beitragen, die \u00f6ffentliche Sichtbarkeit zu erh\u00f6hen. Au\u00dferdem wurden Administrative Aufgaben in der ARGE Bezirksmusen neu strukturiert.<\/p>\n<p><strong>\u201eBezirksmuseen Reloaded schafft den Beginn einer Professionalisierung der Institutionen ohne ihre voluntaristischen, zivilgesellschaftlichen Prinzipien einzuschra\u0308nken. Dies geschieht durch die Einrichtung einer Stabstelle Bezirksmuseen im Wien Museum\/Museen der Stadt Wien.\u201c (Zitat aus dem Antrag des Wien Museeums)<\/strong><\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2023 sollte die Arbeit der letzten 3 Jahre \u201eBezirksmuseum Reloaded\u201c evaluiert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1613\" src=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A-300x225.jpg 300w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A-768x576.jpg 768w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A-676x507.jpg 676w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/BezirksmuseumLandstrasse.A.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Daher gab es Anfang des Jahres 2023 bei den Museumsleiter: innen Verunsicherung. Nicht zuletzt weil die F\u00f6rdermittel \u2013 die Basisf\u00f6rderung &#8211; versp\u00e4tet ausgezahlt wurde. Es war nicht klar wie und ob das Projekt \u201eBezirksmuseen Reloaded\u201c weitergef\u00fchrt werden wird und vor allem unter wessen F\u00fchrung die Bezirksmuseen in Zukunft stehen werden.<\/p>\n<p>Klar ist: es gibt tats\u00e4chlich Bedarf an Unterst\u00fctzung! Die ehrenamtliche Mitarbeit hat kaum zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Inventarisierungen oder Digitalisierung des Bestands, h\u00e4ufig ist die Lagerung der Artefakte nicht sachgem\u00e4\u00df m\u00f6glich \u2013 dh. sie werden in Kellern gelagert. Es gibt (noch) keine gemeinsame Plattform, die auflistet, was wo zu finden ist. Au\u00dferdem sind in der aktuellen Struktur die \u00d6ffnungszeiten sehr beschr\u00e4nkt durchf\u00fchrbar \u2013 gro\u00dfteils weil ehrenamtliches Personal fehlt, das w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten vor Ort Aufsicht machen kann.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich stellt sich die Frage wie man die Bezirksmuseen f\u00fcrs Publikum zug\u00e4nglicher und attraktiver machen kann, ohne noch viel mehr F\u00f6rderungen hineinzupumpen. Die Stadt besteht weiter auf das System der grunds\u00e4tzlich ehrenamtlichen Arbeit, hat aber ein paar Posten geschaffen, die den ehrenamtlichen unter die Arme greifen sollen.<\/p>\n<p>Das geht einher mit einer Strukturerneuerung: die Gelder werden fortan nur noch an das Wien Museum ausgezahlt, und von dort weiter verteilt. Die Rolle der ARGE Wiener Bezirksmuseen ist in diesem neuen System ungekl\u00e4rt, ebenso wie und ob der wissenschaftliche Anspruch des historischen Museums der Stadt Wien mit den Kapazit\u00e4ten der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen umgesetzt werden kann.<\/p>\n<p><strong>Was aus unserer Sicht vor allem fehlt, ist eine gro\u00dfes Bild: Welche Rolle sollen die Bezirksmuseen in Zukunft in Wien spielen? Welche Vermittlungsaufgaben k\u00f6nnen sie \u00fcbernehmen? Sind diese mit der Programmierung des Wien Museums koordiniert? Werden die Bezirksmuseen dezentrale Ausstellungsr\u00e4ume des Wien Museums? Was passiert mit den lokalen Sammlungen? Das Projekt \u201eBezirksmuseen Reloaded\u201c konnte in der vorliegenden Form noch keine Antwort auf diese Fragen geben.<\/strong><\/p>\n<p>Weil wir das Engagement der Bezirksmuseen sehr sch\u00e4tzen und hoffen, dass noch eine befriedigendere L\u00f6sung als derzeit gefunden werden kann, haben wir als Gr\u00fcne der Finanzierung zugestimmt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0012-800x448-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1602 alignnone\" src=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0012-800x448-1-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0012-800x448-1-300x168.jpg 300w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0012-800x448-1-768x430.jpg 768w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0012-800x448-1-676x379.jpg 676w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0012-800x448-1.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Ad 2, ein anderes trauriges Thema: rassistische und kolonialistische Stra\u00dfennamen in Wien.<\/strong><\/p>\n<p>Als Gr\u00fcne gehen wir davon aus, dass ein multikulturelle demokratische Gesellschaft gegen\u00fcber allen Bev\u00f6lkerungsgruppen Respekt bewiesen sollte. Daher haben wir den dringenden Wunsch des Black Voices Volksbegehren unterst\u00fctzt und einen Antrag gestellt, endlich diffamierende Stra\u00dfennamen in Wien abzu\u00e4ndern oder zumindest nachvollziehbar zu kontextualisieren. Unser Argument:<\/p>\n<p>\u201e<span style=\"color: #339966;\"><em><strong>Rassistische und kolonialistische Stra\u00dfennamen normalisieren und verfestigen die rassistische Sprache im Alltag. Derartige Stra\u00dfennamen sind aus dem o\u0308ffentlichen Raum zu entfernen bzw. zu kontextualisieren. Eine solche Aufarbeitung hat bei mit dem NS-Regime in Verbindung stehenden Stra\u00dfennamen stattgefunden. Nun ist es an der Zeit, auch auf andere Formen der Diskriminierung im o\u0308ffentlichen Raum zu achten und entsprechend zu reagieren. Nord-Su\u0308d-Beziehungen und globale Ungleichheiten haben ihre Wurzeln im europa\u0308ischen Kolonialismus. Auch rassistische Narrative wie etwa jenes vom &#8222;unfa\u0308higen Entwicklungsland&#8220; sind einer mangelnden Auseinandersetzung mit der Verantwortung Europas an der Versklavung und Ermordung von Millionen von Menschen sowie deren gesellschaftlichen Auswirkungen, bis in die Gegenwart reichend, geschuldet<\/strong>.<\/em><\/span>\u201c<\/p>\n<p>Ein Antrag muss innerhalb von 2 Monaten bearbeitet werden. Daher stand auf dieser Tagesordung\u00a0 der gr\u00fcne Antrag und der Antwortbrief der Stadtr\u00e4tin. Man k\u00f6nnte ihn als Affront werten! Der Text lautet<\/p>\n<p>\u201e<strong><em>Dieser Antrag wurde hiermit fristgerecht in Behandlung genommen. Sobald mir die diesbez\u00fcglichen Informationen der damit befassten Stellen vorliegen, werde ich dem Gemeinderatsausschuss umgehend dar\u00fcber berichten<\/em><\/strong>.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1603\" src=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen-300x253.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen-300x253.jpg 300w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen-1024x863.jpg 1024w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen-768x647.jpg 768w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen-1536x1295.jpg 1536w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen-676x570.jpg 676w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kritische-Strassennamen.jpg 1618w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/a>Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es eh den neu erschienen Erg\u00e4nzungsband zu den Stra\u00dfennamen (<a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/kultur\/strassennamen\/strassennamenpruefung.html\">kann man hier finden<\/a>) gibt, der diese Namen kennzeichnet. Dass weiter 170 Erg\u00e4nzungstafeln im Entstehen sind. Dass die MA9 die Formulierungen der Zusatztafeln nochmal pr\u00fcft. Und dass es sich um einen kontinuierlichen Prozess handelt, in dem Walter Sauer und black voices eingebunden sind\u2026<a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/kultur-freizeit\/zusatztafeln-strassenamen.html\">(aktueller Stand der Zusatztafeln ist hier abzulesen)<\/a><\/p>\n<p>Uns ist das zu wenig, bzw zu unkonkret. Zusatztafel allein in zwei Zeilen werden nicht ausreichen. Daher haben wir den Bericht \u2013 sprich die Antwort aus dem Stadtr\u00e4tin B\u00fcro abglehnt.<\/p>\n<p>Wir bleiben aber dran!<br \/>\n(Hintergrund zum Diskurs zu Stra\u00dfennamen in Wien <a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/kultur\/strassennamen\/strassennamenpruefung.html\">hier)<\/a><\/p>\n<p>Die Akten der Reihenfolge nach.<\/p>\n<p><strong>Post Nr. 1<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ PGL-262216-2023-KGR\/GAT; <\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Antrag von Mag.<sup>a<\/sup> Ayg\u00fcl Berivan Aslan, GR Nikolaus Kunrath und GR Mag.<sup>a<\/sup> Ursula Berner, MA betreffend \u201eUmbenennung von rassistischen und kolonialistischen Stra\u00dfennamen in Wien\u201c.<\/li>\n<li>Bericht von Frau Kulturstadtr\u00e4tin Mag.<sup>a<\/sup> Veronica Kaup-Hasler<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Antrag in den Ausschuss zugewiesen: SP\u00d6\/NEOS, GR\u00dc daf\u00fcr; \u00d6VP, FP\u00d6: dagegen<br \/>\nBericht: SP\u00d6\/NEOS, \u00d6VP, FP\u00d6 daf\u00fcr; GR\u00dc dagegen<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Post Nr. 2<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 307719-2023-GKU; MA 7 \u2013 1147633-2022<\/strong><\/p>\n<p>Die Verkehrsfl\u00e4che (SCD 06846) in 1090 Wien, im Bereich zwischen Nu\u00dfdorfer Stra\u00dfe und Fluchtgasse, wird in \u201eNi-Una-Menos-Platz\u201c (\u00dcbersetzt: \u201eNicht eine weniger\u201c; Steht f\u00fcr ein Zeichen gegen jede Art von Gewalt an Frauen) benannt.<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr <\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Post Nr. 3<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 307764-2023-GKU; MA 7 \u2013 1020414-2022<\/strong><\/p>\n<p>Die Parkanlage (SCD 20424) in 1120 Wien, im Bereich Schedifkaplatz, wird nach Franz Nekula (Oberamtsrat Franz Nekula; geb. 16. November 1924 in Wien, gest. 26. April 2011 in Wien; Beamter, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter, amtsf\u00fchrender Stadtrat sowie Vorsitzender des Wiener Pensionistenverbandes) in \u201eFranz-Nekula-Park\u201c benannt.<\/p>\n<p><em>SP\u00d6\/NEOS, \u00d6VP daf\u00fcr<br \/>\nGR\u00dc dagegen \u2013 <\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\"><em>Hier stimmen die Gr\u00fcnen dagegen, weil die Bezirksr\u00e4t:innen in Meidling eine Liste verdienstvoller Frauen haben, die nun endlich geehrt werden sollen. Statt auf diese Liste zuzugreifen wurde f\u00fcr den Park wieder auf einen \u2013 durchaus verdienstvollen \u2013 Mann zur\u00fcckgegriffen. Es ist schade, dass sich die Stadt nicht an die eignen Vorgaben h\u00e4lt. Nach wie vor gibt es ein gro\u00dfes Ungleichgewicht in der \u00f6ffentlichen Ehrung zwischen Frauen und M\u00e4nnern. Obwohl Frauen 51% der Bev\u00f6lkerung ausmachen, sind nur 9% der Stra\u00dfen Wiens nach Frauen benannt. Es gab schon einmal ein \u00f6ffentliches Bekenntnis auch der SP\u00d6 diesem Missverh\u00e4ltnis entgegenzuarbeiten und neue Verkehrsfl\u00e4chen vorzugsweise historisch wichtigen Frauen zu widmen. Im Einzelfall finden sich dann leider doch immer Gr\u00fcnde, warum ein Mann einer verdienstvollen Frau vorgezogen wird. Mit unserer Ablehnung wollen wir auf dieses Ungleichgewicht \u00a0aufmerksam machen. \u00a0\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Post Nr. 4<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 307836-2023-GKU; MA 7 \u2013 813349-2021<\/strong><\/p>\n<p>Die Parkanlage (SCD 20622) in 1160 Wien, im Bereich Ludo-Hartmann-Platz, wird nach Arik Brauer (Arik (auch Erich) Brauer; geb. 4. J\u00e4nner 1929 Wien-Ottakring, gest. 24. J\u00e4nner 2021 Wien; Maler, Grafiker, Plastiker, B\u00fchnenbildner, S\u00e4nger, Komponist, T\u00e4nzer und Dichter) in \u201eArik-Brauer-Park\u201c benannt.<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Post Nr. 5<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 307920-2023-GKU; MA 7 \u2013 518044-2022<\/strong><\/p>\n<p>Die Parkanlage (SCD 20688) in 1190 Wien, im Bereich Hungerbergstra\u00dfe, wird nach Friedl Hofbauer (Friedl (eigentlich Elfriede) Hofbauer; geb. 19. J\u00e4nner 1924 Wien, gest. 22. M\u00e4rz 2014 Wien; Schriftstellerin, \u00dcbersetzerin) in \u201eFriedl-Hofbauer-Park\u201c benannt.<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Post Nr. 6<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 307984-2023-GKU; MA 7 \u2013 2087562-2022<\/strong><\/p>\n<p>Die GTVS Wagramer Stra\u00dfe 27 (Code 21999) in 1220 Wien wird in \u201eGTVS Alte Donau\u201c benannt.<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Post Nr. 7<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 336165-2023-GKU; MA 7 \u2013 263297-2023<\/strong><\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung an die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit f\u00fcr die Jahrest\u00e4tigkeit in der H\u00f6he von EUR 125.000 wird gem\u00e4\u00df F\u00f6rderrichtlinien und Leitf\u00e4den der Magistratsabteilung 7 genehmigt. Die Bedeckung ist im Voranschlag 2023 auf der Haushaltsstelle 1\/3240\/757 gegeben.<\/p>\n<p>(Weiter an: Stadtsenat und Gemeinderat)<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Post Nr. 8<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 334037-2023-GKU; MA 7 \u2013 239654-2023<\/strong><\/p>\n<p>Die F\u00f6rderungen an die nachfolgend genannten F\u00f6rdernehmer*innen f\u00fcr die F\u00f6rderung f\u00fcr ukrainische Wissenschaftler*innen in Wien in der H\u00f6he von insgesamt EUR 270.000 werden gem\u00e4\u00df F\u00f6rderrichtlinien und Leitf\u00e4den der Magistratsabteilung 7 genehmigt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"37\">Nr.<\/td>\n<td width=\"371\">F\u00f6rdernehmer*in<\/td>\n<td width=\"151\">F\u00f6rderung in EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"37\">1<\/td>\n<td width=\"371\">\u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften<\/td>\n<td width=\"151\">90.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"37\">2<\/td>\n<td width=\"371\">Institut f\u00fcr die Wissenschaften vom Menschen<\/td>\n<td width=\"151\">120.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"37\">3<\/td>\n<td width=\"371\">Wiener Wiesenthal Institut f\u00fcr Holocaust Studien (VWI) Forschung \u2013 Dokumentation \u2013 Vermittlung<\/td>\n<td width=\"151\">30.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"37\">4<\/td>\n<td width=\"371\">1989 \u2013 Verein zur F\u00f6rderung der historischen Transformationsforschung und des Wissenstransfers<\/td>\n<td width=\"151\">30.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"37\"><\/td>\n<td width=\"371\">Summe<\/td>\n<td width=\"151\">270.000<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Bedeckung ist im Voranschlag 2023 auf der Haushaltsstelle 1\/2891\/757 gegeben.<\/p>\n<p>(Weiter an: Stadtsenat und Gemeinderat)<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\"><em>Die FP\u00d6 hatte hier kritische Anmerkungen zur Unterst\u00fctzung ukrainischer Wissenschaftler. Akzeptierte aber schlie\u00dflich die Vorgangsweise und stimmte daher f\u00fcr den Antrag. <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Post Nr. 9<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 397016-2023-GKU; MA 7 \u2013 364507-2023<\/strong><\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung an die Wissenschaftliche Anstalt \u00f6ffentlichen Rechts Museen der Stadt Wien f\u00fcr Bezirksmuseen Reloaded in der H\u00f6he von EUR 503.000 wird gem\u00e4\u00df F\u00f6rderrichtlinien und Leitf\u00e4den der Magistratsabteilung 7 genehmigt. Die Bedeckung ist im Voranschlag 2023 auf der Haushaltsstelle 1\/3400\/781 gegeben.<\/p>\n<p>(Weiter an: Stadtsenat und Gemeinderat)<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p><em>Die Debatte dazu habe ich eingangs zusammengefasst.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Post Nr. 10<\/strong><\/p>\n<p><strong>AZ 340820-2023-GKU; MA 7 \u2013 314138-2023<\/strong><\/p>\n<ol start=\"65\">\n<li>A) F\u00fcr die F\u00f6rderung an das \u00d6sterreichische Filmmuseum f\u00fcr das Filmmuseum Lab wird im Voranschlag 2023 auf Ansatz 3710, Filmf\u00f6rderung, Gruppe 757, Transfers an private Organisationen ohne Erwerbszweck, eine erste \u00dcberschreitung in H\u00f6he von EUR 65.000 genehmigt, die in Minderauszahlungen auf Ansatz 3819, Sonstige kulturelle Ma\u00dfnahmen, Gruppe 777, Kapitaltransfers an private Organisationen ohne Erwerbszweck, mit EUR 65.000 zu decken ist.<\/li>\n<li>B) Die F\u00f6rderung an das \u00d6sterreichische Filmmuseum f\u00fcr das Filmmuseum Lab in der H\u00f6he von EUR 175.000 wird gem\u00e4\u00df F\u00f6rderrichtlinien und Leitf\u00e4den der Magistratsabteilung 7 genehmigt. Die Bedeckung ist vorbehaltlich der Genehmigung des Punktes A im Voranschlag 2023 auf der Haushaltsstelle 1\/3710\/757 gegeben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>(Weiter an: Stadtsenat und Gemeinderat)<\/p>\n<p><em>Einstimmig daf\u00fcr<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesmal auf der Tagesordnung: Wie geht\u2019s weiter mit den Wiener Bezirksmuseen? Und was plant die Stadt eigentlich gegen rassistische Stra\u00dfennamen zu tun? Kurz zusammen gefasst: In beiden F\u00e4llen bleiben viele Fragen offen: Ad 1, Bezirksmuseen: Mit 2020 wurde ein neuer Relaunch der Wiener Bezirksmuseen gestartet. 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