{"id":1574,"date":"2023-03-06T11:33:57","date_gmt":"2023-03-06T10:33:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/?p=1574"},"modified":"2023-03-06T17:19:48","modified_gmt":"2023-03-06T16:19:48","slug":"wer-kriegt-die-214-000e-foerdererhoehung-fuer-die-basis-kultur-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/wer-kriegt-die-214-000e-foerdererhoehung-fuer-die-basis-kultur-wien\/","title":{"rendered":"Wer kriegt die 214.000\u20ac F\u00f6rdererh\u00f6hung f\u00fcr die Basis.Kultur.Wien?"},"content":{"rendered":"<p>Rede im Gemeinderat vom 23. Februar 2023 zu F\u00f6rdererh\u00f6hung f\u00fcr die Basis.Kultur.Wien<\/p>\n<p>Ganz zu Beginn: Wir haben hier einen Antrag zur Rettung des #RSO vorliegen. Wie Sie schon aus den Medien entnommen haben und sicher auch wissen, setzen sich die GR\u00dcNEN sehr f\u00fcr die Rettung des RSO ein und werden diesen Antrag deshalb auch unterst\u00fctzen. Wir w\u00fcrden aber gerne auch die Stadt Wien und insbesondere die MA 7 aufrufen, sich an dieser Unterst\u00fctzung doch zu beteiligen. Immerhin ist das RSO ein Orchester, das in Wien t\u00e4tig ist, hier zeitgen\u00f6ssische Musik in einer Art und Weise pr\u00e4sentiert, wie wir das in anderen Orchestern leider auch in dieser Qualit\u00e4t nicht haben. Es w\u00e4re auch im Sinne des Equal Pay wichtig, dieses Orchester zu unterst\u00fctzen. Herzlichen Dank. <em>(Beifall bei den GR\u00dcNEN.) <\/em><\/p>\n<p>Wir haben aber jetzt eigentlich hier den Antrag zur #Basis.Kultur.Wien. Gleich vorneweg, wir werden diesem Antrag nicht zustimmen. &#8211;<\/p>\n<p>Wir haben hier zwei Antr\u00e4ge oder zwei Vereine, die sehr \u00e4hnlich sind, die wir hintereinander verhandeln, und da kann es schon passieren, dass man sich einmal ein bisschen irrt. Warum?<br \/>\n<strong>Beide Vereine, Basis.Kultur.Wien\u00a0 und #KULTURSERVICE, sind SP\u00d6-dominiert,<\/strong> in beiden Vereinen sitzen SP\u00d6-PolitikerInnen oder Ex-SP\u00d6-PolitikerInnen im Vorstand und im Aufsichtsrat, und beide Vereine sollen laut der folgenden Antr\u00e4ge um nicht unbetr\u00e4chtliche Summen aufgestockt werden, 240.000 die Basis.Kultur.Wien, 412.000 EUR f\u00fcr den KULTURSERVICE. Ich werde noch sp\u00e4ter auf den KULTURSERVICE eingehen.<\/p>\n<p><strong>Was daran irritiert, ist, sobald die F\u00f6rderungen an die Vereine \u00fcbertragen werden, gibt es f\u00fcr die Opposition\u00a0&#8211; das wissen Sie\u00a0&#8211; kaum mehr Kontrollm\u00f6glichkeiten, wer eigentlich jetzt von diesem Geld profitieren soll.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nGanz im Gegenteil, auf Nachfrage im Kulturausschuss erfahren wir, die MA 7 pr\u00fcft alles, die MA 7 hat die Richtigkeit festgestellt, und \u00fcberhaupt, warum erfrecht sich die Opposition im Ausschuss, eine Kontrolle einzufordern und im Ausschuss dar\u00fcber reden zu wollen. Diese Antwort haben wir schon einigerma\u00dfen zynisch empfunden und ist, finde ich, einem gemeinsamen Arbeiten nicht zutr\u00e4glich. Stattdessen st\u00e4rkt sich mit so einer Antwort der Eindruck, dass die SP\u00d6 versucht, Geld, gro\u00dfe Summen, aus dem Stadtbudget f\u00fcr SP\u00d6-Zwecke umzuwidmen, aber jetzt au\u00dferhalb der politischen Kontrolle, weil \u00fcber Details und Gesch\u00e4ftsgebarungen von den Vereinen keine weitere Auskunft gegeben wird.<\/p>\n<p>Das kann man in Frage stellen, stelle ich auch in Frage.<br \/>\n<strong>Ich finde, \u00fcber alles Geld, das die Stadt vergibt, das ist immerhin Steuergeld, \u00fcber all dieses Geld m\u00fcssen wir hier offen und transparent reden k\u00f6nnen.<\/strong> Wir m\u00fcssen wissen, wohin es geht, warum es dorthin geht und welche Vereine davon profitieren sollen. <strong>Ansonsten ist es leider sehr intransparent, was hier passiert.<\/strong><\/p>\n<p>Die Basis.Kultur.Wien versteht sich als Tr\u00e4gerverein, sowohl zur Unterst\u00fctzung &#8211; ich zitiere &#8211; von Aktivit\u00e4ten von #Amateur:innen als auch Projekten der reichhaltigen Wiener Kunst- und Kulturszene. Sie sieht sich als Verbinderin von Projekten von AmateurInnen mit K\u00fcnstlerInnen f\u00fcr Festivals und Initiativen, sie empfindet sich als das Herzst\u00fcck und die direkte Verbindung der Stadt Wien zu Kunst- und Kulturschaffenden.<\/p>\n<p>In ihrer Funktion als Tr\u00e4gerorganisation erh\u00e4lt die Basis.Kultur.Wien, wie Sie wissen, j\u00e4hrlich 2 Millionen, die sie an ihre Mitgliedervereine, wie zum Beispiel #CASH.FOR.CULTURE oder #GO.FOR.CULTURE f\u00fcr Au\u00dfenstehende uneinsehbar weitergibt. F\u00fcr Au\u00dfenstehende auch irritierend ist die Besetzung des Vorstandes der Basis.Kultur. Vom Herrn B\u00fcrgermeister abw\u00e4rts sammeln sich hier ausschlie\u00dflich aktive und ehemalige Politiker und Mitglieder der SP\u00d6.<\/p>\n<p>Nun soll das Budget um 240.000 EUR aufgestockt werden, um zuk\u00fcnftig #Doppelf\u00f6rderungen zu vermeiden \u2013 so hat es im Ausschuss gehei\u00dfen.<br \/>\n<strong>Sogenannte Amateurvereine, was immer das ist, sollen in Zukunft nur mehr \u00fcber die Basis.Kultur.Wien und nicht mehr \u00fcber die MA 7 gef\u00f6rdert werden.<\/strong><br \/>\nDas war die Auskunft im Ausschuss. Ehrlich, das l\u00e4sst mich total ratlos zur\u00fcck. Wir haben den Antrag abgelehnt weil zu viele Fragen ungekl\u00e4rt sind.<\/p>\n<p><strong>Wer entscheidet, welche der k\u00fcnstlerischen Vereine, die Mitglied in der Basis.Kultur.Wien sind, Amateurvereine sind?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nAllein wenn man die Bezirksfestwochen anschaut, das WIR SIND WIEN.FESTIVAL, das Sie sicher alle kennen, treten ja im Rahmen der Basis.Kultur Menschen wie Count Basic, Lou Asril, Mira Lu Kovacs, Texta, Felix Kramer, Stefanie Sargnagel und sogar die Wiener Symphoniker auf, und sie alle nennen Sie in einem Atemzug als Amateure oder mit Amateuren. Ich versteh nicht genau, was ich aus dem Antrag lesen soll. Ich glaube eher nicht, dass das Amateure sind, trotzdem wurden sie 2022 von der Basis.Kultur gef\u00f6rdert. Das ist auch in Ordnung, aber wenn Sie die f\u00f6rdern, was Sie hoffentlich tun, w\u00e4re es auch fair, beim Antrag zu einer Erh\u00f6hung der F\u00f6rdermittel zu sagen, dass das nat\u00fcrlich nicht nur Amateurk\u00fcnstlerInnen, wer immer das ist, zugutekommt, sondern auch K\u00fcnstler:innen in Wien.<\/p>\n<p>Die zweite Frage ist: Sollen die zus\u00e4tzlichen 240.000 EUR nur mehr den sogenannten Amateurvereinen zukommen und d\u00fcrfen die dann nicht mehr in der MA\u00a07 einreichen, das hei\u00dft, sind die damit dann abgegolten?<br \/>\n<strong><br \/>\nWas hei\u00dft das f\u00fcr die dezentralen Bezirksmittel?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D\u00fcrfen die dann auch bei den dezentralen Bezirksmitteln nicht mehr einreichen? F\u00fcr die K\u00fcnstler:innen, die hier in Wien arbeiten, ist es eine ziemlich relevante Frage<\/strong>!<\/p>\n<p>Denn vielleicht wissen Sie, dass man meistens von einer F\u00f6rderung allein, schon gar nicht von den 300 oder 1.000 EUR, die man da kriegt, leben kann, sondern man braucht verschiedene F\u00f6rderansuchen und man braucht die M\u00f6glichkeit, \u00fcber verschiedene Ecken Geld zu bekommen. Wenn man es also mit so einer Ver\u00e4nderung verunm\u00f6glicht, dass die K\u00fcnstler:innen woanders auch noch einreichen k\u00f6nnen, f\u00fchrt das zu einer weiteren Armut bei K\u00fcnstlerInnen in Wien. Das ist ganz im Gegensatz zu Equal Pay und ganz im Gegensatz zu Fair Pay, wo wir vorhin von dieser Studie geh\u00f6rt haben, auf die Sie sehr stolz sind, die aber noch nicht ganz umgesetzt ist. Das sieht man anhand dieses Antrages.<br \/>\n<strong><br \/>\nIch finde es sehr schade, wenn Sie davon ausgehen, dass Kulturarbeit eher als Ehrenamt verstanden werden soll, weil das eben genau nicht Fair Pay ist.<\/strong> <strong>Das macht Ihr Streben nach gerechter Bezahlung f\u00fcr kulturelle Leistungen unglaubw\u00fcrdig, deshalb lehnen wir den Antrag ab.<\/strong><\/p>\n<p>Was mich dar\u00fcber hinaus irritiert, ist die Frage:<br \/>\n<strong>Ist das ein Zeichen<\/strong>, ist es ein Schritt, <strong>dass Sie insgesamt den Bereich Stadtteilkultur eher neu strukturieren oder vielleicht ganz aufl\u00f6sen wollen?<\/strong> Die Stadtteilkultur war fr\u00fcher eine eigene Abteilung der MA 7, mittlerweile ist es der Musikabteilung untergeordnet. Die Frage ist: <strong>Wird es in Zukunft \u00fcberhaupt noch ein Budget f\u00fcr die Stadtteilkultur geben, und wer wird dann davon profitieren?<\/strong> All diese Fragen wurden leider im Ausschuss nicht beantwortet, deshalb muss ich sie hier noch einmal stellen.<\/p>\n<p>Insgesamt scheint diese Aufstockung die Vergabe von F\u00f6rdermitteln noch intransparenter machen. Am Schluss wissen wir nicht mehr wissen, welche Vereine im Einzelnen davon profitiert haben. Wir werden am Schluss im Kulturbericht der Stadt Wien nur noch einen Posten sehen, der hei\u00dft dann Basis.Kultur.Wien, 2,24 Millionen EUR. Deshalb m\u00fcssen wir diesen Antrag leider ablehnen. Herzlichen Dank. <em>(Beifall bei den GR\u00dcNEN.)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rede im Gemeinderat vom 23. Februar 2023 zu F\u00f6rdererh\u00f6hung f\u00fcr die Basis.Kultur.Wien Ganz zu Beginn: Wir haben hier einen Antrag zur Rettung des #RSO vorliegen. 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