{"id":136,"date":"2010-06-10T20:45:02","date_gmt":"2010-06-10T18:45:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/?p=136"},"modified":"2015-01-09T14:44:13","modified_gmt":"2015-01-09T13:44:13","slug":"jenny-steiner-kunstmaezenin-und-fabriksbesitzerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/jenny-steiner-kunstmaezenin-und-fabriksbesitzerin\/","title":{"rendered":"Jenny Steiner &#8211; Kunstm\u00e4zenin und Fabriksbesitzerin"},"content":{"rendered":"<p>Der Name tauchte in den letzten Jahren vor allem in Zusammenhang mit Kunstrestitutionen aus dem Museum Leopold auf. Bis heute befindet sich hier das Gem\u00e4lde \u201eH\u00e4user am Meer\u201c von Egon Schiele, das urspr\u00fcnglich aus dem Besitz Jenny Steiners stammt. Bis heute warten ihre Nachkommen auf eine R\u00fcckgabe. Bis heute konnte man sich in \u00d6sterreich auf keine angemessene Vorgangsweise zur R\u00fcckgabe der 1938 und sp\u00e4ter geraubten Kunstwerke j\u00fcdischer B\u00fcrgerInnen einigen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen geschehenes Unrecht nicht wieder gut machen, aber wir k\u00f6nnen durch die Benennung im \u00f6ffentlichen Raum ein kleines Zeichen setzen und unsere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr eine Pers\u00f6nlichkeit zum Ausdruck bringen, die eine wichtige St\u00fctze der Wirtschaft und des Kulturlebens in Neubau und der Stadt Wien war.<\/p>\n<p>Die Vorgeschichte: Die Seidenfabrikantin Jenny Steiner war Mitinhaberin einer der gr\u00f6\u00dften Seiden- und Stoffmanufakturen von Wien in den 20er und 30er Jahren mitten im 7. Bezirk. Ihre Fabrik befand sich in der Westbahnstra\u00dfe 21. Nach dem fr\u00fchen Tod ihres Mannes f\u00fchrte sie gemeinsam mit ihrem Neffen Albert Steiner das Familienunternehmen weiter. Die Qualit\u00e4t ihrer Stoffe war ber\u00fchmt. Als moderne Unternehmerin war sie auch um das Wohl ihrer MitarbeiterInnen bem\u00fcht, so finanzierte sie zum Beispiel Werks-Wohnungen.<\/p>\n<p>Privat war Jenny Steiner \u2013 wie ihre ganze Familie \u2013 sehr an Kunst interessiert. Sie sammelte alte Meister und beauftragte viele Arbeiten von Gustav Klimt und auch einige von Egon Schiele. Das Gem\u00e4lde \u201eH\u00e4user am Meer\u201c, das sich bis heute in der Stiftung Leopold befindet, ist eines von ihnen.<\/p>\n<p>1938, nach dem &#8222;Anschluss&#8220;, wurde das gesamte Verm\u00f6gen Jenny Steiners und ihre Kunstsammlung vom nationalsozialistischen Staat eingezogen. Jenny Steiner selbst konnte \u00fcber Frankreich, Portugal und Brasilien in die USA fliehen.<\/p>\n<p>Die als Eugenie Pulitzer am 11. Juli 1863 in Budapest geborene, verstirbt 95-j\u00e4hrig am 2. M\u00e4rz 1958 in New York.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Name tauchte in den letzten Jahren vor allem in Zusammenhang mit Kunstrestitutionen aus dem Museum Leopold auf. Bis heute befindet sich hier das Gem\u00e4lde \u201eH\u00e4user am Meer\u201c von Egon Schiele, das urspr\u00fcnglich aus dem Besitz Jenny Steiners stammt. Bis heute warten ihre Nachkommen auf eine R\u00fcckgabe. 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