{"id":1274,"date":"2021-11-29T20:26:58","date_gmt":"2021-11-29T19:26:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/?p=1274"},"modified":"2023-01-08T22:05:24","modified_gmt":"2023-01-08T21:05:24","slug":"fair-pay-braucht-ausreichend-mitteln-im-kulturbudget-wien-hat-das-leider-nicht-geschafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/fair-pay-braucht-ausreichend-mitteln-im-kulturbudget-wien-hat-das-leider-nicht-geschafft\/","title":{"rendered":"Fair Pay braucht ausreichend Mitteln im Kulturbudget &#8211; Wien hat das leider nicht geschafft"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sehr geehrte Vorsitzende,<br \/>\nsehr geehrte Frau Stadtr\u00e4tin,<br \/>\nLiebe Kolleginnen und Kollegen, <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Eine Budgetrede gibt uns die Chance \u00fcber <span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">G<\/span><\/span>rundlegendes zu reden \u2013 und gen<span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">au <\/span><\/span>das will ich heute tun. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zuerst einmal Danke an Herrn Weber, dass\u00a0 Sie die rot-gr\u00fcne Kulturpolitik dre letzen 10 Jahre so loben &#8211; hier sind tats\u00e4chlich nachhaltige Projekte entstanden. &#8211; Machen Sie doch bitte so weiter!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wenn wir das Gesamt-Budget der Stadt Wien ansehen zeigt sich, dass sich Wien zwar gerne als <b>Kulturhauptstadt<\/b> <b>Europas<\/b> bezeichnet \u2013 aber leider leider, im Budget ist nur relativ wenig Geld f\u00fcr Kulturausgaben reserviert \u2013 ganze 1,7% der 16,2 M<span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">illiarden, die Wien 2021 ausgegeben hat werden in Kulturausgaben flie\u00dfen. Das sind gerade ma 282 Millionen und ein paar zerquetschte. Im Jahr 2022 wird der Anteil noch geringer sein: die Erh\u00f6hung um 4 Millionen auf 287 Millionen Kulturbudget macht im Gesamtbudget der Stadt Wien nur einen Anteil von1,64% aus. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schon hier muss man eigentlich ansetzen: <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wieviel ist uns die Kultur und ihre AkteurInnen wert in dieser Stadt? <\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum soll auch im kommenden Jahr &#8211; das (wir wissen es alle) noch immer deutlich von Corona gezeichnet sein wird \u2013 warum soll auch im kommenden Jahr, wo \u00fcberall Wirtschaftsf\u00f6rderungen und Unterst\u00fctzungsfonds aus dem Boden wachsen \u2013 warum also steigt in der Kultur das Budget im dann wohl 3 Coronajahr um marginale 4 Millionen \u2013 bei einem Gesamtbudget von 17, 5 Milliarden ist das nicht einmal als Tropfen im gro\u00dfen Budgetfass sp\u00fcrbar. Warum also kann es sein, dass wir gerade bei den Kulturarbeitenden &#8211; die in den letzten 2 Jahren kaum oft gar nicht \u00f6ffentlich Auftreten konnten \u2013 warum glaubt die Wiener Stadtregierung, dass es reicht hier das Budget um lumpige 4 Millionen anzuheben? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\"><b>4 Millionen <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013 <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">das wissen sie alle, und wir wissen es auch \u2013 das reicht nicht mal um die Inflationsverluste auszugleichen. Die Preissteigerungen in den letzten Monaten lagen bei kapp 3,7%, dh. konkret: nur um die Inflation entlang der aktuellen Wirtschaftslage <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\"><b>abzudecken, <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">m\u00fcssten die Kulturausgaben um ca 10, 4 Millionen steigen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und nur um das auch gesagt zu haben \u2013 bei diesem Betrag verdient noch niemand mehr! Das w\u00e4re einfach der notwendige Betrag den gleiche Leistungen 2022 kosten werden:<br \/>\nWas bei der Infrastruktur oder im Bau fraglos akzeptiert wird \u2013 dass Preise sich j\u00e4hrlich entwickeln &#8211; wird im Kulturbereich gerne \u00fcbersehen: es steigt die Miete, es steigen die Kosten f\u00fcr Gas und Strom, es steigen die Kosten f\u00fcr Wasser und Nahrungsmittel, f\u00fcr Gewand und andere Gebrauchsg\u00fcter \u2013 aber die Honorare in der Kultur bleiben gleich \u2013 de facto bedeutet das: <b>die Honorare sinken<\/b>. Mit dem gleichen Einkommen kann weniger gekauft werden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Das hei\u00dft konkret: wir sollen morgen ein Budget beschlie\u00dfen, dass die Armut unter Kulturarbeitenden weiter f\u00f6rdert.<br \/>\nWir Gr\u00fcne werden da nicht mitgehen!<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">Es ist unmoralisch gerade in dem Bereich zu sparen, wo \u2013 laut Studie aus 2018 \u201eSoziale Lage der Kunstschaffenden und Kunst- und Kulturvermittler\/innen in \u00d6sterreich\u201c schon vor Corona die Einkommensverh\u00e4ltnisse mehr als mager waren: zwischen 5 000 (Literatinnen und bildende K\u00fcnstlerinnen) und 10 000 euro (Filmschaffende) verdienten Kulturarbeitende im<\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">Jahr! Im JAHR!!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">Klar, eine Stadt wird niemals <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\"><b>die gesamte soziale Absicherun<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">g f\u00fcr Kulturarbeitende \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Es steht uns aber an, als sogenannte Kulturhauptstadt Europas<\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\">\u2013 <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">zumindest in schwierigen Zeiten wie w\u00e4hrend der Pandemie, die Stellschrauben f\u00fcr Freie und Selbstst\u00e4ndige nicht noch zus\u00e4tzlich enger zu ziehen..<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es sind rund 50% der Kulturarbeitenden im Darstellenden Bereich selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig, in der Bildenden Kunst in der Literatur sogar 94%. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir werden also mir dem neuen Budget eine de facto Reduktion beschlie\u00dfen &#8211; vor allem f\u00fcr Freie. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wer als Kulturarbeitenden in Institutionen angestellt ist, hat es ungleich leichter: auch wenn hier je nach Gr\u00f6\u00dfe des Betriebs die Einkommen bzw. die Honorare nicht immer den Fair Pay Richtlinien der Interessensgemeinschaften entsprechen, f\u00fcr Institutionen gab es im Coronajahr Kurzarbeit \u2013 also Einkommen und eine gewisse Planbarkeit.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Freien Bereich dagegen wird einmal abgesagt, dann verschoben, dann wieder abgesagt und irgendwann l\u00e4sst man es dann \u2013 weil der administrative und Bewerbungs-Aufwand zu hoch ist, beim 3. oder 4. Mal und weil gleichzeitig, das Publikum auch vorerst zumindest doch eher tr\u00f6pfchenweise eintrifft.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit Eintrittsgeld kann man die bisherigen Verluste im seltensten Fall wett machen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">Hier m\u00fcssen wir schnell Alternativen schaffen \u2013<br \/>\nArbeitsstipendien k\u00f6nnen f\u00fcr die kommenden Monate eine gewisse Planbarkeit schaffen. Wer wei\u00df, dass er\/sie regelm\u00e4\u00dfig zumindest etwas Geld bekommt, kann sich einem Projekt widmen \u2013 die Stadt gewinnt viele Projekte und beh\u00e4lt ausgebildete und aktive K\u00fcnstlerInnen, die K\u00fcnstlerInnen k\u00f6nnen auch bei geschlossenen B\u00fchnen weiterarbeiten. WIN WIN \u2013 deshalb bringen wir den <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\"><b>Antrag auf die Einrichtung von 3000 Arbeitststipenden<\/b><\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">ein. Ich wei\u00df, dass das eine gro\u00dfer Aufwand f\u00fcr die MitarbeiterInnen der MA7 war \u2013 danke, dass sie das im vergangen Jahr so toll abgewickelt haben. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann komm ich zum 2. Stichwort: <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>FAIR PAY<\/b> \u2013 FAIR PAY wird schon seit Jahren aber in den letzten Monaten immer st\u00e4rker diskutiert: Nicht nur die Stahlarbeiter wollen f\u00fcr ihre Arbeitskraft entsprechend entlohnt werden \u2013 auch Kulturarbeitende haben einen langen Ausbildungs- und Arbeitsweg hinter sich, bevor sie in der Lage sind \u00f6ffentlich aufzutreten. Wer leidenschaftlich Computer repariert ist ein Experte, wer leidenschaftlich Geige spielt \u2013 macht es nur f\u00fcr die Freude? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit der Erh\u00f6hung von 4 Millionen im Kulturbudget wird es Wien leider nicht schaffen die Kriterien von Fair Pay \u2013 sprich faire Honorarh\u00f6hen \u2013 zu erf\u00fcllen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ein echtes FAIR PAY f\u00fcr Wien \u2013 sprich eine F\u00f6rderung entlang des Honorarkatalogs der IGs in Institutionen und im Freien Bereich w\u00fcrde ca. 30 Millionen mehr im Budget brauchen<\/b>! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">30 Millionen mehr! Das wir haben das grob \u00fcberschlagen . <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">4 Mio mehr sind dagegen im Budget 2022, das ist nur ein Siebentel davon \u2013<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\"><b>Ein zu kleiner Kuchen f\u00fcr faire Bedingungen!<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Solange vor allem neu-Produktionen und Innovatives gef\u00f6rdert wird, solange sich die F\u00f6rderlogik vor allem EVENTs unterst\u00fctzt, und solange die F\u00f6rdersummen nicht an Realkosten angepasst werden, sparen die freischaffenden Kulturarbeitenden in erster Linie an sich selbst. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span lang=\"de-AT\">Ja \u2013 produziert nicht soviel \u2013 dann kommt ihr leichter mit dem Geld aus\u201c dieser Vorschlag zur Selbstoptimierung kann leider die grundlegende Schieflage nicht geraderichten: wer weniger oft auftritt, wird weniger gesehen und bekommt in der Folge weniger leicht wieder eine Finanzierung\u2026..<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es ist ein Teufelskreis! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unser Ziel als PolitikerInnen muss es sein, diesen Teufelskreis zu durchbrechen!<br \/>\nWir wissen das so keine nachhaltige Kulturpolitik zu machen ist.<br \/>\nWenn Wien weiter Kulturhauptstadt von Europa bleiben will, m\u00fcssen wir die F\u00f6rderungen, die Rahmenbedingungen der Produktionen und die gesamte Kulturlandschaft in der Stadt neu bewerten und vermutlich an einigen Stellen neu ausrichten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><br \/>\nWie kann das gelingen?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als Grundlage dazu braucht es einmal valide Zahlen: <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wer bekommt wieviel? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wieviel M\u00e4nner und wieviele Frauen k\u00f6nnen von der F\u00f6rderungen profitieren? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Angebote werden gerne genutzt? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Teile der Bev\u00f6lkerungen nehmen Kulturangebote an? Wieviele WienerInnen, wieviele Touristinnen? Wieviele M\u00e4nner und wieviele Frauen in verschiedenen Altersgruppen? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welchen Bildungshintergrund haben die NutzerInnen?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Solche und \u00e4hnliche Zahlen werden seit dem letzten Gendermonitoring von 2016 leider nicht mehr umfassende erhoben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir haben nur ein sehr oberfl\u00e4chliches Bild davon, wer aller von den Kulturf\u00f6rderungen profitiert. Wir wissen wenig \u00fcber die K\u00fcnstlerInnen, ihre Ausbildungen und Lebenswege,. Wir k\u00f6nnen kaum mit Sicherheit sagen, ob die Wiener Kulturf\u00f6rderung tats\u00e4chlich allen, die hier leben zug\u00e4nglich ist, welche implizite Ausschl\u00fcsse es gibt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was wir sehen ist, dass sich die Zusammensetzung der Gesellschaft \u00e4ndert und, dass das aktuelle Angebot sich deutlich weniger \u00e4ndert.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie kann man dem begegnen?<br \/>\nMan muss es analysieren und dann neue Strategie entwickeln, wenn man auch noch zuk\u00fcnftiges Publikum erreichen will:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was braucht es dazu?<br \/>\n<b>Wien braucht ein langfristiges Gender und Diversit\u00e4tsmonitoring f\u00fcr den Kulturbereich! <\/b>&#8211; dazu bringen wir einen Antrag ein!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">Die dort erstellten Analysen schaffen eine Basis f\u00fcr einen Kulturentwicklungsplan<\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">f\u00fcr Wien!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir reden schon lange davon \u2013 ich sehe aber im aktuellen Budget leider noch keine Finanzierung f\u00fcr so einen Strategieproze\u00df! Deshalb stellen wir hiermit den Antrag<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\"><b>zeitnah die n\u00e4chsten Schritte f\u00fcr einen Kulturentwicklungsplan f\u00fcr Wien <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-AT\">zu setzen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Eigentlich wollte ich noch was zu den Kennzahlen in der Kulturbewertung sagen. Das geht sich aber nimmer aus. Das heb ich mir f\u00fcr n\u00e4chste mal auf.<br \/>\nNur soviel &#8211;<br \/>\n<b>allein von BesucherInnenzahlen darf man die F\u00f6rderh\u00f6he nicht abh\u00e4ngig machen!<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Kulturangebote machen eine wesentlichen Teil der Lebensqualit\u00e4t in Wien aus. Mit einer gut austarierten Kulturf\u00f6rderung k\u00f6nnen wir f\u00fcr Publikum wie Kulturarbeitenden einen gute Basis schaffen und die Stadt noch besser, cooler und attraktiver machen.<br \/>\nLiebe Kulturarbeitenden danke, dass ihr in den schweren Zeiten weiter gemacht hat. Ihr habt vielen Hoffnung gebracht! Bitte gebt selbst die Hoffnung nicht auf \u2013 es werden bessere Zeiten kommen! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">DANKE<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\">\n<p align=\"left\">\n<p align=\"left\">\n<p align=\"left\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Vorsitzende, sehr geehrte Frau Stadtr\u00e4tin, Liebe Kolleginnen und Kollegen, Eine Budgetrede gibt uns die Chance \u00fcber Grundlegendes zu reden \u2013 und genau das will ich heute tun. 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