{"id":1024,"date":"2020-07-01T14:00:15","date_gmt":"2020-07-01T12:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/?p=1024"},"modified":"2020-12-09T14:03:42","modified_gmt":"2020-12-09T13:03:42","slug":"kinder-und-jugendliche-2020-zwischen-kinderrechtskonvention-und-lockdown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ursulaberner.at\/webauftritt\/kinder-und-jugendliche-2020-zwischen-kinderrechtskonvention-und-lockdown\/","title":{"rendered":"Kinder und Jugendliche 2020 zwischen Kinderrechtskonvention und Lockdown"},"content":{"rendered":"<p>Das erste und das relevanteste im letzten Jahr war wohl etwas, was Marina Hanke schon kurz erw\u00e4hnt hat, n\u00e4mlich die Feierlichkeiten zu <strong>30 Jahre Kinderrechtskonvention<\/strong>. Das ist mir nach der letzten Debatte besonders wichtig, und es ist mir auch wichtig zu sagen, was diese #Kinderrechtskonvention eigentlich festlegt, n\u00e4mlich: Sie formuliert die Grundwerte im Umgang mit Kindern \u00fcber alle sozialen, kulturellen, ethnischen und religi\u00f6sen Unterschiede hinweg. Das Recht auf die eigene Sprache, Herkunft, Staatsb\u00fcrgerschaft ist im \u00dcbrigen auch ein Teil des Rechtes f\u00fcr #Gleichbehandlung. In vielen Schulen gab es zu dem Thema Workshops, Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Theaterp\u00e4dagoginnen und Theaterp\u00e4dagogen arbeiteten niederschwellig mit partizipativen Techniken mit den jungen Menschen, sie haben sich jeweils mit einem Thema der UN-Kinderrechtskonvention auseinandergesetzt. Dann gab es auch unter der k\u00fcnstlerischen Leitung des Vereins <a href=\"http:\/\/www.schweigendemehrheit.at\/\">Die schweigende Mehrheit<\/a> und in Kooperation mit dem Jungen Volkstheater und dem Dschungel Wien ein gemeinsames Theaterst\u00fcck: Kinderfressen leicht gemacht.<\/p>\n<p>Vielleicht haben es manche von Ihnen gesehen, hier im Rathaus haben die Kinder das aufgef\u00fchrt, was sie selber \u00fcber ein Jahr lang entwickelt haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tell-this-people-who-I-am-b7bea3691.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-114\" src=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tell-this-people-who-I-am-b7bea3691-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tell-this-people-who-I-am-b7bea3691-300x300.jpg 300w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tell-this-people-who-I-am-b7bea3691-150x150.jpg 150w, https:\/\/ursulaberner.at\/webauftritt\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tell-this-people-who-I-am-b7bea3691.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Erst seit 1989 &#8211; ich finde nur, es ist immer wieder wichtig, das zu nennen &#8211; ist Gewalt, psychische und physische Gewalt, in der Erziehung verboten, in der Schule genauso wie in der Familie. Covid-19 hat auch da direkt in den Familien Auswirkungen. Die #Kinderhotline Rat auf Draht verzeichnet einen Anstieg von Telefonkontakten, mehr Kinder und Jugendliche als sonst haben sich dort in der Zeit von Covid-19 gemeldet.<\/p>\n<p>Die technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen hat gerade eine erste gro\u00dfe Studie <strong>\u00fcber #Covid-19 und h\u00e4usliche Gewalt<\/strong> in Deutschland ver\u00f6ffentlicht, der Hauptrisikofaktor waren Finanzsorgen, dann gibt es verschiedene Aspekte, warum besonders Gewalt gegen #Frauen, aber auch gegen #Kinder, in noch erh\u00f6hten Ma\u00dfe stattgefunden haben. Das war, wenn sich die Befragten in #Quarant\u00e4ne befunden haben, wenn die Familien aktuell finanzielle Sorgen hatten, wenn ein Partner auf Grund der Pandemie in Kurzarbeit war und vor allen Dingen, wenn einer der Partner Angst oder #Depressionen hatte. Besonders betroffen waren Haushalte mit Kindern unter zehn Jahren. Das ist etwas, auf das wir &#8211; sollte es eine zweite Welle geben -, unbedingt achten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Diese #Risikofaktoren leiteten die Wissenschaftlerinnen damit ab, das hei\u00dft f\u00fcr zuk\u00fcnftige zweite Wellen folgendes: Es muss immer eine Notbetreuung f\u00fcr Kinder geschaffen werden, die nicht nur f\u00fcr Eltern in systemrelevanten Berufen zur Verf\u00fcgung steht. Da Depressionen und Angstzust\u00e4nde das #Gewaltpotenzial erh\u00f6hen, sollten psychologische Beratungen und -Therapien auch online angeboten und ohne H\u00fcrden genutzt werden k\u00f6nnen, Frauenh\u00e4user und andere Stellen, die Hilfe bieten, m\u00fcssen auch als systemrelevant erhalten bleiben. Bei einem weiteren #Lockdown m\u00fcssen wir also sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche weiterhin auch au\u00dferhalb der Kernfamilie Ansprechpersonen haben, die ihnen bei Schwierigkeiten in der Familie helfen. Wir brauchen weitere Angebote, es ist unsere #F\u00fcrsorgepflicht, den Schw\u00e4chsten, das sind Kinder und Jugendliche, beizustehen, am besten mit Angeboten der Stadt, von dem schon jetzt auch t\u00e4tigen und professionell gut ausgebildeten Personal. In Kinderg\u00e4rten, Schulen und Jugendzentren gibt es dieses Personal, die haben auch in der Coronazeit viel gearbeitet. Danke, danke dass Sie sich so engagiert haben, was Sie hoffentlich auch weiter tun werden.<\/p>\n<p>Langfristig m\u00fcssen wir neue Formen f\u00fcr #Kinderschutz und #Jugendschutz in Institutionen verankern, das hat auch der Bericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft deutlich gemacht.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich noch einmal einen Dank an alle #Kinderp\u00e4dagogInnen und #Lehrenden anbringen, die in Schulen und Kinderg\u00e4rten w\u00e4hrend des Lockdowns weiterhin unser aller Kinder betreut haben und damit f\u00fcr die Kinder einen sicheren Platz im \u00f6ffentlichen Raum geschaffen haben und den Eltern eine Chance gelassen haben, ohne Sorge der Arbeit nachzugehen. &#8211; Herzlichen Dank. <em>(Beifall)<\/em><\/p>\n<p>Am Schluss m\u00f6chte ich noch an ein erfreuliches Beteiligungsprojekt erinnern: #<strong>Werkstatt junges Wien<\/strong>. 22 000 junge Wienerinnen und Wiener haben gemeinsam gearbeitet und erarbeitet, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Wiens Kinder und Jugendliche wissen ganz genau, wie die Stadt in der Zukunft aussehen soll. Natur, Umwelt, Klima sowie Zukunftschancen sind das, was sie besonders besch\u00e4ftigen. Das Projekt zeigt deutlich, dass die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen noch viel st\u00e4rker in die politischen Prozesse verankert werden m\u00fcssen. Das bedeutet auch, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen in allen Politikfeldern ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Stadt Wien, das haben Sie sicher auch schon geh\u00f6rt, wird ein #<strong>Budget f\u00fcr Kinder- und Jugendprojekte<\/strong> in der H\u00f6he von 1 Million EUR zur Verf\u00fcgung stellen. \u00dcber deren Auswahl, was damit passiert, sollen Kinder und Jugendliche selbst entscheiden d\u00fcrfen. Bis Herbst werden au\u00dferdem Konzepte f\u00fcr neue Kinder- und #Jugendparlamente ausgearbeitet, die eine altersgruppengerechte Beteiligung der Kinder erm\u00f6glichen sollen. Das ist \u00fcbrigens auch ein integratives Projekt, das die demokratische Mitgestaltung f\u00fcr alle erm\u00f6glicht. &#8211; Danke sch\u00f6n. 193 Ma\u00dfnahmen haben die Jugendlichen vorgeschlagen, das ist ein Auftrag f\u00fcr das kommende Jahr an uns alle. Gehen wir Sie an. &#8211; Herzlichen Dank. <em>(Beifall)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste und das relevanteste im letzten Jahr war wohl etwas, was Marina Hanke schon kurz erw\u00e4hnt hat, n\u00e4mlich die Feierlichkeiten zu 30 Jahre Kinderrechtskonvention. 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