ursula berner

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Schlagwort: Kultur (Seite 1 von 2)

Förderungsinfo an Künstlerinnen und Künstler in Neubau

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Kultur.Herbst.Neubau. hat seit 2011 erfolgreich den Herbstbeginn bunter gemacht.
Im Herbst 2017 präsentiert sich die Veranstaltung mit neuen Konzept: ein unabhängiger Kurator wurde eingeladen mit ausgesuchten KünstlerInnen ein Programm für drei Tage im September zusammenzustellen.

Dennoch bleibt für Sie die Möglichkeit zu einer thematischen Einreichung. Für die Zukunft wird der Bezirk jedes Jahr im Frühling ein „Jahresschwerpunkt -Thema“ für das kommende Jahr benennen.

Im Gedenkjahr 2018 ist in Neubau „Erinnern“ Schwerpunktthema.

2018 steht im Zeichen zahlreicher historischer Ereignisse von 1848 über 1918, 1938, 1948 und 1968, die bis heute in der österreichischen Gesellschaft nachwirken. Wir freuen uns besonders über Projekte, die weniger historische Ereignisse exakt nachzuzeichnen versuchen, als vielmehr eine aktuelle Auseinandersetzung mit kollektiven und der privaten Geschichtserzählung(en) und dem Erinnern finden: Was erinnern wir? Wer hat das Recht zu definieren, was erinnert wird?  Welche Funktion hat Erinnerung für den politischen Diskurs, welche Funktion hat sie im Privaten? Bleibt in einer schnelllebigen, digitalisierten Welt überhaupt Zeit „sich zu erinnern“? Wie verändert sich die „Erinnerung“ im Laufe der Zeit?

Die Kulturkommission Neubau hat für Einreichungen zum Thema „Erinnern“ – so wie in den Jahren zuvor für das Festival im Herbst – einen Teil des Kulturbudgets reserviert und lädt Sie jetzt schon ein, Projekte, für das kommende Jahr einzureichen.

Ihre Einreichungen werden in den Sitzungen der Kulturkommission ab Jänner 2018 behandelt. Aufgrund des begrenzten Budgets und der thematischen Eingrenzung kann es sein, dass nicht alle Einreichungen eine finanzielle Zuwendung erhalten.

Alle Formulare für bezirksorientierte Kulturangelegenheiten finden sie hier: www.wien.gv.at/amtshelfer/kultur/kulturabteilung/foerderungen/bezirk.html

Bei Fragen wenden Sie sich an das Büro der Bezirksvorstehung unter 01 4000 07116 oder an post@bv07.wien.gv.at.

 

Mit besten Grüßen

 

Nachschau zu HAMAMNESS Gender Jihad bei den Wiener Festwochen

Neue feministische Ansätze interessieren mich immer.  Wenn Feminismus in Zusammenhang mit muslimischen Frauen diskutiert wird umso mehr.
Deshalb fand ich es mutig, dass die Wiener Festwochen sich dem Thema Interkulturalität, Kolonialismen, Minderheiten  etc aktiv angenommen haben und unter anderem im Rahmen von HAMAMNESS mit unterschiedlichen Veranstaltungen versuchen den Blick der BesucherInnen zu öffnen oder zu erweitern.

Soweit so gut .

Das war die Stimmung mit der ich mich auf das Projekt „Gender Jihad“ – wohl bewusst provokant gewählt  – einließ …

Als Gast wurde frau zunächst fein umschmeichelnd begrüßt und  eingeladen erstmal alles „abzulegen“ gute Düfte zu genießen und die Zeit zu vergessen und den Alltag  etc.

Dann begibt sich die Frau in das erste der 3 riesigen Luftballonzelte: es ist heiß, es gibt Teppiche, man sitzt am Boden trinkt Tee oder Wasser und „kommt einmal an“.  Eine weitere Schleuse führt in die Nassräume – es ist heiß, es gibt  zwei Liegen für Massagen oder Einseifungen; Wasserbrunnen, Gefäße zum sich abzuspülen, ein paar Hocker… und dann öffnet sich ein zweites Nasszelt, das außer den genannten Gegenständen auch noch einen Warmen Stein bereitstellt – es ist feuchtwarm… frau fühlt sich zunächst ein wenig verloren, lässt sich dann darauf ein, schwitzt und seift und spült und plaudert und kommt irgendwann, weichgespült und sanft gerippelt, zurück zum Teezelt.

Dort hat sich inzwischen Amani Abuzahra in die Mitte gesetzt und beginnt ohne sich vorzustellen zu sprechen – sie trage ein Kopftuch und es alles völlig selbstbestimmt, und sie fühle sich diskriminiert, wenn sie jemand nach ihrer Herkunft fragt, die wäre Liesing, oder Amstetten oder Gmunden – je  nach Lebensstadium. Aber eigentlich will sie nicht, dass man danach fragt, weil das ist zu intim und ausgrenzend.

OK – das löst ein wenig Irritation aus im Publikum – und Diskussion, ob Fragen nicht auch Interesse bekundet…

Dann erfahren wir, dass Mohammends erste Frau um 25 Jahre älter gewesen sei als er zur Zeit der Heirat – dass es also eine lange feministische Tradition gäbe im Islam. Interessant, denke ich.

Und versuche schließlich herauszufinden, wie eine Frau wie sie – geboren in Österreich mit Eltern aus Palästina – die Situation einschätzt: als Ausstehende sehe ich scheinbar immer mehr Frauen mit Kopftuch im öffentlichen Raum auch hier in Wien, mitten in Europa. Noch vor 30 Jahren war das weder in der Türkei noch im Iran üblich. Ob es nicht vielleicht auch eine politische Dimension hätte, das Kopftuch zu tragen.

Jetzt wird die weichgespülte sanfte Referentin ärgerlich, sie möchte keine Zuschreibungen, alles ist eine ganz persönliche Entscheidung, auch in ihrem Fall und man kann das nicht vergleichen ihr Kopftuchtragen, mit dem in der Türkei.

Ihre persönlichen Gründe dafür will sie aber nicht verraten – was ich persönlich sehr schade finde, weil wenn frau schon mit dem Thema so explizit in eine öffentliche Veranstaltung geht – muss Besucherin wohl davon ausgehen, das genau das nachgefragt werden darf. War die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht Teil des Konzepts der interaktiven Kunst-Performance-Lecture? Wer hier die Veranstaltung ausgesucht hat, Eintritt bezahlt hat, sich weichkochen ließ, hat ein gewisses Interesse am Thema. Niemand kommt her “um jemanden per se abzuwerten oder auszugrenzen“. Als Gast erwarte ich einen interaktiven Abend in einem spezifischen Umfeld – ein Experiment.

Wer hier ist bezeugt Interesse und erwartet einen echten Austausch auf Augenhöhe – schließlich sind alle hier (fast) nackt. Das könnte man auch übertragen lesen.

Stattdessen wird genau die Exotik behauptet und aktiv beworben, die wenn ich das Programm richtig verstanden habe, doch angeblich aufgelöst werden soll: „Willkommen in einer fremden Welt“ wird der Besucherin vermittelt, entspann dich mal und trau dich Grenzen zu überschreiten und was ganz Neues kennenzulernen – Ja eh, aber warum genau inszenieren sich die GestalterInnen und KuratorInnen als unbekannte Fremde? Sind wir nicht in Österreich, das seit langem durch eine multiethnische Bevölkerung geprägt ist (gut einige sind Deutsche, zumindest nach Akzent)? Gibt es hier nicht schon mindestens seit den Römern Warmwasserbäder, oder im Neusprech mittlerweile Wellnesstempel? Warum wird das angeblich „Fremde“ hier so inszeniert und von der Referentin noch betont: ich bin die Andere, ich ziehe mich anders an (beim Vortrag hatte sie kein Kopftuch auf) ich gehöre zu euch, aber irgendwie bin ich anders, aber ihr dürft nicht nachfragen, wenn ihr den Eindruck habt, ich sei nicht von hier. Heißt das nachfragen allein schon, dass man jemanden ausgrenzt? Wovon genau?
Die Wiener Bevölkerung sind derzeit ca 1,8 Mio Menschen, davon sind ca 500.000 als Fremd definiert, dh haben eine andere Staatsbürgerschaft, 215.000 aus der EU, ca 180.000 von außerhalb der EU; die Statsistik Austria weißt von den ca 1,8, Mio ca 700.000 als mit Migrationshintergrund aus – das sind etwa die Hälfte ! Auch wenn diese Definition „Migrationshintergrund“ sehr schwammig ist und zu hinterfragen, bleibt die Grundfrage:

WELCHES WIR GRENZT WEN AUS?

Muslime sind rein historisch schon ca seit dem 10.Jhdt. in Österreich (damals der Monarchie) ansässig. Gesichert seit 1476 im Vorfeld der Türkenkriege und spätestens seit 1912 ist der Islam nach hanafitischen Recht in Österreich als Religionsgemeinschaft anerkannt.

Als Festwochengast hätte ich gerne mehr Informationen über die Geschichte der Muslime in Österreich gehabt, zumindest kursorisch. Detailreicher vielleicht ab den 70ern, mit Einschätzungen zur Arbeitsmigration und am liebsten auch von den vielen unterschiedlichen muslimischen Strömungen heute hier in Österreich erfahren. Dazu gibt es viel Material nicht zuletzt, weil viele engagierte SozialhistorikerInnen in dem Bereich geforscht haben und auch schon Ausstellungen  dazu öffentlich zu sehen waren. (zB http://gastarbajteri.at/)

Stattdessen fand ich mich in einer tendenziösen Veranstaltung, die in allgemeinen Bildern von den unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Muslime sprach. Dann aber nicht bereit war auf Fragen zu aufklärerisch feministischen Projekten, wie der Mosche mit weiblichen Imamen von Seyran Ates in Berlin, einzugehen. Ebenso wenig auf die Nachfrage nach jenen Aleviten, die ein Kopftuch ja explizit ablehnen, sich aber dennoch muslimisch verstehen.

Es mag sein, dass das Kopftuch für eine palästinensisch geprägte Frau andere Aspekte symbolisiert, als für eine türkische Frau – aber warum kann sie dann im Sinne der Aufklärung nicht darüber sprechen? Und schwurbelt nur von der ganz persönlichen Entscheidung, deren Grundlagen sie aber nicht offenlegen will – weil das zu intim sei. Als säße sie in einem Glaskubus allein und abgekehrt von der Welt. Als spielte die Gesellschaft um sie keine Rolle – außer als abzulehnendes Element.

Geht es bei der Veranstaltung nicht genau um diese Auseinandersetzung? Zwischen der Eigenwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung? geht es nihct darum in einem relativ sicher gesetzten Raum (einem abgeshclossenen Schwitzszelt) einen gleichwertigen Austausch ohne vorgefertigter Unterstellungen zu ermöglichen?

Warum laden die Festwochen angeblich im Dienste der Aufklärung ReferentInnen ein, die eine Reflexion ihres Tuns in bezug zu Hierarchisierungen innerhalb der modernen Gesellschaft genauso wie für unterschiedliche Islamische Strömungen verweigern?

Ich finde es ausnehmend Schade, dass sich die Festwochen eines derart politischen Themas annehmen und es dann so scheinbar unpolitisch umsetzen.  Wie der sanfte Wasserdampf scheint der Vortrag von Amani Abuzahra das Publikum einhüllen zu sollenum was genau zu erreichen? Lassen sich hier die Festwochen für eine bestimmte tendenziöse Richtung einspannen?

Der seit Anfang der 1990ern geprägte Begriff  Gender Jihad bezeichnete ursprünglich eine Bewegung muslimischer Frauen, die weltweit für weibliche Emanzipation und Reformen innerhalb des Islams kämpfen. Unter Gleichberechtigung verstehen sie: rechtliche Gleichstellung sowie ein vollkommenes Selbstbestimmungsrecht der Frau, allerdings unter dem Banner der Religion. Das Tragen eines Kopftuchs oder eines Schleiers ist damit nicht automatisch verbunden. «Es ist nicht der Islam, der Frauen das Kopftuch vorschreibt, sondern es sind die Gelehrten», schrieb Asar Nomani,  eine der Vorkämpferinnen der Bewegung, die selbst in West Virginia eine Moschee gegründet hat, in der «Washington Post». Inzwischen wird diese Bewegung allerdings immer wieder auch auch von konservativen Richtungen gestützt.

Für ein geschlechtergerechtes Verständnis des Islam reicht es nicht aus, dieses einfach zu behaupten – es braucht dafür eine offene Auseinandersetzung, eine Analyse mit Auswirkungen aller Regeln und Gebräuche auf Frauen und Männer und eine wohlwollende Darstellung verschiedener muslimischen Strömungen. Genau das wünsche ich mir, wenn die Wiener Festwochen diese Thema so aufwendig inszenieren , Brüche udn Inkonsequenzen inklusive.

Was wir stattdessen erlebt haben, waren Abwertungen der vermeintlichen ReformerInnen und Infragestellung der Kompetenz sämtlicher Diskussionsbeiträge aus dem Publikum …

Das Projekt hinterlässt leider ein zutiefst unrundes Gefühl bei der Besucherin – trotz der feinen Lavendelöle …

Ankündigung aus dem Festwochen Programm:

Gender Jihad
Mit dem Begriff Gender Jihad rufen Muslimische Feminist*innen zu einem Jihad (Anstrengung, Kampf) für ein anti-patriarchales und geschlechtergerechtes Verständnis von Islam auf und darüber hinaus.
Die vielen Fatma Morganas über Frauen als dominierungsaffine Subjekte lichten sich durch eine emanzipatorische heterogene Frauenbewegung. Gender Jihad ist postkolonialer Feminismus. Frauen zeigen selbst- und nicht fremdbestimmt wie feministische Solidarität funktionieren kann. Amani Abuzahra wirft einen Blick auf die Geschichte von Frauen im Islam um neue Denkwege zu eröffnen. Was Gender Jihad im Körper einer Schwarzen Muslimischen Frau bedeutet, wird Ismahan Wayan mit Hilfe von Schwarzen und Muslimischen Denker*innen reflektieren und diskutieren. Performativ erforscht Sara Mikolai queer-feministische Beziehungen. Aus Ungewissheiten wird Kollektivität. Die Transformationskünstlerin Eisa Jocson untersucht Gender und Exotismen.
Hamamness
ruft zu einem Jihad der Solidarität auf!

Termine:
1. Juni mit Amani Abuzahra & Sara Mikolai
2. Juni mit Amani Abuzahra & Ismahan Wayah & Sara Mikolai
3. Juni mit Amani Abuzahra & Ismahan Wayah & Eisa Jocson
4. Juni mit Amani Abuzahra & Eisa Jocson

Förderzusagen der Kulturkommission in Neubau vom 25.1.2017

Nachdem es leider nicht möglich ist Protokolle der Kulturkommission auf der offiziellen Seite der Stadt Wien wien.gv.at zu veröffentlichen, blogge ich als Vorsitzende der Kulturkommission Neubau hier die beschlossenen Förderzusagen. Ziel ist es, dass alle Bürger_innen wissen, was im Bezirks Neubau mit ihren Steuergeldern unterstützt wird.
Nehmen Sie es auch als Anlass die eine oder anderer Produktion zu besuchen!

Die nächste Kulturkommission tagt Ende März.

 

  1. Wien tanzt: „Lange Nacht des Tanzes“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Club7: „Hoffest 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 5.000,– wird mehrheitlich beschlossen.
    (4 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 FPÖ pro; 1 GRÜNE, 1 NEOS contra).

 

  1. E3 Ensemble: Theater „Alles am Arsch“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen.
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra)

 

  1. Wiener Vorstadttheater: Theater „Und sie legen den Blumen Handschellen an“
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Anita Schaub: Lesung „Auf Bruch“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

  1. Bernhard Ensemble: Theater „Invidia“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Evelyn Steinthaler: Spaziergang „Neubau 1945“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.200,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Alfred Bäck: „Wienzeilen“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Theater am Spittelberg: „Sommerbühne 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 15.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. MICA: „Offener CD-Schrank,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
  2. Aleksandra Pawloff: Ausstellung „Ich war fremd“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird mehrheitlich
    beschlossen (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

  1. Klangwerk: Ausstellung „Lauschangriff“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Music & Art Department: Konzert „Neubau meets Nashville“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Calle Libre: „Calle Libre 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (3 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 2 GRÜNE, 1 FPÖ contra).

 

  1. Orchidee/La Musa: Konzertreihe „Orchidee“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Chor Wien Neubau: Konzert „17. Neubauer Advent“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Junger Salon: Theater „Saubere Mädchen, dreckige Schlampen“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. La Musa: Konzert „Jetzige Literatur & Musik“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Verein Exil: Ausstellung und Exil-Literaturpreis 2017,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 10.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Enterprise Z: Performance „Unsturm“
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen.
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

  1. MUKUWI: Theater „Fortsetzung folgt“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Die Kurbel: Theater „Die Kurbel bewegt die Parks 2017“, € 660,–
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 660,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Richard Weihs: Lesungsreihe „Wilde Worte 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (4 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 GRÜNE contra).

 

  1. Sprech- und Singverein Sterne: Theater „Lola Blau“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Zeitimpuls: Filmworkshop „Gemeinsam Vielfalt nutzen“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra). 8

 

Nachträge:

 

N1. Grazer AutorInnenversammlung: Veranstaltung „Freiheit des Wortes 2017“,
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 GRÜNE, 2 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 SPÖ, 1 FPÖ contra).

 

N2. Divina Komödie: „Literaturshow 2017“, € 1.000,–
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.

 

N5. Olliwood: Jahresprogramm „k48“,
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

N6. Pan Tau X: Konzert „Ein Neubeginn & Kontinuität“,

Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

N8. Rote Haare: Ausstellung „Wo ist dein T-Shirt?“,
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

Förderzusagen der Kulturkommission in Neubau vom 22.6.2016

Nachdem es leider nicht möglich ist Protokolle der Kulturkommission auf der offiziellen Seite der Stadt Wien wien.gv.at zu veröffentlichen, blogge ich als Vorsitzende der Kulturkommission Neubau hier die beschlossenen Förderzusagen. Ziel ist es, dass alle Bürger_innen wissen, was im Bezirks Neubau mit ihren Steuergeldern unterstützt wird.
Nehmen Sie es auch als Anlass die eine oder anderer Produktion zu besuchen!

 Subventionsansuchen Kulturherbst:

    1. Die 4 Grazien: Ausstellung „Das Glück ist ein Vogerl“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    2. Mary Broadcast: Konzert „Menschen im Glück“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    3. Projekt Theater Studio Fleischerei Mobil: Theater „Ich möchte unbedingt hierbleiben“ Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    4. Yante: Interventionen „I can move“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    5. Theater Spielraum: Theater „Said und der Papst“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 4.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    6. West.7: Performance „Schnackihuma“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    7. Nestbeschmutzer und innen: Theater „Glück – Nur eine Vision?“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    8. Rote Haare Kulturverein: Installation „Happiness is just around the corner“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    9. La Musa: Konzert „Glück“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    10. Sylvie Proidl: Ausstellung „Luck and Happiness for Sale“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    11. Verein all inclusive: „Parkfest …macht glücklich“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    12. Thyl Hanscho: Theater „Glücksmaschinen“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    13. Literaturhaus Wien: Lesung „Im Jahr des Panda“,Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 300,– wird einstimmig beschlossen.  Nachträge Kulturherbst

      N1. Literaturhaus Wien: Lesung „Weshalb die Herren Seesterne tragen“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 300,– wird einstimmig beschlossen.
      N2. Renée Kellner: Theater „Trash Camp
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen

Subventionsansuchen allg.:

    1. Verein Offene Bücherschränke: Wartung und Erhalt des „Offenen Bücherschranks“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    2. Sophie Utikal: Ausstellung „Anticolonial Fantasies“, 
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    3. DanceAbility: Konzert „Jattle, BAM + poetry“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    4. Erstes Wiener Lesetheater: Lesung, „Lass mich mit dir kommen“, Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 450,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    5. Verein Alim: Buchpräsentation mit Musik,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen
    6. Mariella Gross: Festival „Get off your robot“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 FPÖ, 1 NEOS pro; 1 ÖVP contra).
    7. Projekt Theater Studio Fleischerei Mobil: „Peter Kreisky Gespräche“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    8. Verein der Internationalen Kreativen Ideen: Festival „Open the Door“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen
    9. Verein Organic Revolt: Tanzperformance „Void“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    10. Märchenbühne Apfelbaum: Theater „Ei, ei, was ist denn da drin?“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    11. Calle Libre: Festival „Calle Libre“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    12. David Stellner: Konzert „Straßenmusik“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 200,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ pro; 1 FPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS contra).
    13. Art:Phalanx: „Hinterhof Kontrovers“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
    14. Tanzquartier Wien: „Alles Gute! Ein Umgang“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 5.800,– wird einstimmig beschlossen.
    15. Johanna Reiner: Ausstellung „Unsichtbares Handwerk in Neubau“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    16. N5. Wortwerft: Konzertlesung „Herbstleuchten“, 
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

 

 

Protokoll der Kulturkommission in Neubau vom 28.1.2016

über die Sitzung der Kulturkommission der Bezirksvertretung Neubau am Mittwoch, den 27. Januar 2016, um 17.00 Uhr, im Zimmer 208 der Bezirksvorstehung Neubau.

Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger begrüßt die Anwesenden, stellt die Beschlussfähigkeit fest und eröffnet um 17.05 Uhr die Sitzung.

Tagesordnung:

  • Wahl der Vorsitzenden und der StellvertreterInnen
    Vorgeschlagen werden als Vorsitzende BRin Ursula Berner sowie als Stellvertreterinnen BRin Anna Babka und BRin Anna Steiger. Die Vorschläge werden von den Mitgliedern der Kommission einstimmig angenommen.

    •  Holocaustgedenktag:
      Die Vorsitzende spricht zum Holocaustgedenktag und bittet um eine gemeinsame Gedenkminute für die Opfer des Holocausts. „Am 27. Jänner 1945 wurde das Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Die Befreiung erfolgte zu spät – viel zu spät. Bis dahin wurden in Auschwitz 1,1 Millionen Menschen von österreichischen und deutschen Nazis ermordet: mehr als 1 Million Menschen, die als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden, 21.000 Angehörige von Romagruppen, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 80.000 aus politischen und anderen Gründen nach Auschwitz Deportierte. Stellvertretend für alle Orte des Holocausts wurde das Datum der Auschwitz-Befreiung von der UNO als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ausgerufen. Auch 71 Jahre nach der Befreiung tragen wir eine gesellschaftliche Verantwortung für das Geschehene und wollen daher am 27.01.2016 an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik denken, und an sie erinnern, damit so etwas nie wieder geschehen kann. Die Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten begann bereits im Jahr 1933 und war anfänglich gegen die Juden Deutschlands gerichtet, die innerhalb weniger Jahre von vollen Staatsbürgern zu rechtlosen Verfolgten wurden. Die Massenvernichtung selbst fand während des Zweiten Weltkriegs in ganz Europa statt und umfasste die Ermordung von etwa sechs Millionen Juden und anderen Gruppen, wie Sinti und Roma aber auch politisch Andersdenkenden – innerhalb von viereinhalb Jahren. Gerade heute,wo wir täglich mit herabwürdigenden Diskussionen über Flüchtlinge und Obergrenzen konfrontiert sind, sollten wir nicht aus unserer Erinnerung verdrängen , wie viele Menschen im letzten Jahrhundert gezwungen wurden, aus Österreich zu flüchten – Gerade auch aus dem Kulturbereich war es eine ganze Generation von Intellektuellen und KünstlerInnen.  Viele schafften den Weg nicht mehr  hinaus.Österreich hat sich lange nicht von diesem Verlust erholt.

      Heute sind wir es, die entscheiden, ob Menschen auf der Flucht vor Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen hier in Österreich und in Europa eine Basis für einen Neuanfang finden.

      Niemals vergessen, bezieht sich auch auf unser Handeln  und unserer Entscheidungen im hier und jetzt .

      Ich bitte sie jetzt für eine Gedenkminute aufzustehen.”

  • Die Erweiterung der Tagesordnung um die Behandlung der Nachträge sowie die Vertagung der Nachträge 7 und 8 werden einstimmig angenommen. 
  • Subventionsansuchen: 
    1. Anita Schaub: Lesung „fremde.frauen“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    2. Club 7: „Hoffest 2016“, € 5.000,– 
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 5.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 FPÖ pro; 1 NEOS contra).
    3. Elternverein VS Stiftgasse: Schulprojekt „Sprachenschatz“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
    4. Ursula Kermer: Ausstellung „Sonntagszimmer“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    5. Verein all inclusive: Filmworkshop „zeitim:puls together“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    6. La Musa Ensemble: Konzertreihe „Orchidee“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    7. La Musa Ensemble: Konzert und Lesung „Jetzige Literatur und Musik“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.500,– wird einstimmig beschlossen.
    8. Kulturverein ergo arte: Theater „Izanagi und Izanami“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    9. Alfred Bäck: „Wienzeilen“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    10. Theater am Spittelberg: „Sommerbühne 2016“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 15.000,– wird einstimmig beschlossen.
    11. Verein Exil: „Jahresprogramm 2016“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 10.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    12. Enterprise Z: „Medusa’s Bed“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    13. Fremdkörper: „Wilde Worte“, € 700,–
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
    14. Fritzpunkt: „Das Fritzquartier“, € 2.000,–
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    15. Verein Wiendrama: „Eisemann – Der Tänzer, der vom Himmel fiel“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    16. Loser Kulturverein: Lesung „Bestien, Barbaren und Blutsauger“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 450,– wird einstimmig beschlossen.
    17. Chor Wien Neubau: „16. Neubauer Advent“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    18. Kunstverein Klangwerk: Ausstellung „Klangwerk“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    19. Verein Olliwood: „Jahresprogramm k48“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.
    20. Angela Wiedermann: „Augmented Realms“, € 1.500,–
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    21. Pan Tau X: Jahresprogramm 2016, € 6.000,-
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 4.000,– wird mehrheitlich beschlossen (3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 FPÖ, 1 NEOS pro; 5 Grüne contra). 
  • Nachträge
  1. Die Kurbel: „Die Kurbel bewegt die Parks“,Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 660,– wird einstimmig beschlossen.
  2. Klaus Karlbauer: „Sicher?“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
  3. Schauspielwerk: Theater „Haltestelle Geister“, € 1.800,–
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.800,– wird einstimmig beschlossen.
  4. MAA Kulturverein: Theater „Familie Tót“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
  5. Verein BEAM: „Fest der Begegnungen“, € 2.000,–
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

 

Wie viel Erinnerung braucht Karl Lueger in Wien?

Tja, Versehen zeigen ja manchmal unbewusste Wünsche heißts … jedenfalls ein guter Anlass die Erinnerungstafel in einen Kontext zu stellen und sich zu fragen wie viel und welche Lueger remembrance man wirklich braucht in dieser Stadt?

 

Online Artikel auf ORF Wien

Hier der Artikel von Roland Schlager

Lueger-Tafel versehentlich übermalt

An der Technischen Universität (TU) ist im Zuge der Fassadensanierung eine Gedenktafel für den umstrittenen ehemaligen Wiener Bürgermeister Karl Lueger übermalt worden. Die Tafel soll nun eine Zusatztafel bekommen.

Für das 200-Jahr-Jubiläum der TU wurde die Fassade im Oktober „unter Hochdruck fertiggestellt“. Dabei habe die Fassadenfirma die Lueger-Gedenktafel versehentlich übermalt, bestätigte TU-Sprecherin Bettina Neunteufl gegenüber wien.ORF.at. Sie werde nun in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) wiederhergestellt.

Lueger-Gedenktafel an TU versehentlich übermalt

ORF/Hubert Kickinger

Die übermalte Tafel soll wiederhergestellt werden

Zusatztafel über Gedenktafel

Zusätzlich soll darüber eine Acrylglastafel angebracht werden, die auch auf „Lueger als Antisemit“ eingeht, sagte Neunteufel. Die ursprüngliche Gedenktafel war im Oktober 1944 an der Ecke des Universitätsgebäudes angebracht worden, um auf den Geburtsort Luegers aufmerksam zu machen. Luegers Vater war an der TU „eine Art Hausmeister und hatte dort eine Dienstwohnung“, so Neunteufl.

Visualisierung Zusatztafel Karl Lueger

TU Wien

So soll die Zusatztafel aussehen

Derzeit gibt es in Absprache mit der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der TU einen ersten Rohentwurf für den Text der Tafel. Darin heißt es: „… Dabei hat er während seiner Amtszeit, wie schon während seines politischen Aufstiegs ab 1882, den Antisemitismus virtuos als Instrument eingesetzt und damit zur Entwicklung eines aggressiven, durch Hetze und Diskriminierung gegenüber Juden, aber auch Vertretern anderer Nationalitäten geprägten gesellschaftlichen Klimas und zur Verrohung der politischen Sprache beigetragen …“

Der Text auf der Zusatztafel soll auf Deutsch und Englisch abgedruckt sein, nicht zuletzt, weil auch „viele Touristen“ vorbeikämen, sagte Neunteufel. Die TU will die Acrylglastafel noch im kommenden halben Jahr umsetzen. „Wir brauchen aber noch die Genehmigung des Bundesdenkmalamtes.“

Noch keine Zusatztafel für Denkmal am Stubenring

Lueger (1844-1910) gilt einerseits als wichtiger Kommunalpolitiker, andererseits als Mitbegründer des populistischen Antisemitismus. Der frühere Bürgermeister Wiens ist in Form von Denkmälern und Platzbenennungen noch einigermaßen präsent in der Stadt.

Lueger-Denkmal

APA/ Roland Schlager

 

Natalia Weiss mit Vexierfragen in der Grünen Galerie 7

Überschneidung verschiedenster Medien sind ihr Grundthema: Radierung, Zeichnung, Collage, Buchobjekt, Installation und handgezeichnete Animationsfilme.

Graphik vervollkommenHäufig fließen, neben der Verwendung eigener Texte, Materialien aus den 1960  und 1970er Jahren in Form von Büro – und Grafikermaterial (speziell LETRASET), Buchseiten, Kinder- und Kartenspielen in ihre Papierarbeiten ein.

 

Die dargestellten Protagonisten sind vornehmlich Tiere, die als eigenes Vokabular und archetypische Stellvertreter eingesetzt werden, um zur Welt Stellung zu beziehen.

Grüne Galerie 7, 1070, Hermanngasse 25
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do: 11-14 Uhr. Mi 13.30 -16.30 Uhr

Zu sehen bis Ende Jänner 2016

ratte

Kurz – CV Natalia Weiss:
Geboren 1973 in Neunkirchen, Studium der Druckgraphik an der Wiener Kunst.
Schule (Diplom 2001);
lebt und arbeitet in Wien.
Mitgliedschaft: Wiener Künstlerhaus

www.natalia-weiss.at

 

Ja, es kann auch ein bissl mehr sein! Kulturpolitik als Triebfeder gegen einen identitären Kulturbegriff ist möglich

Ja, da geht noch was, aber die gähnende Leere in der Wiener Kulturpolitik kann ich ehrlich nicht sehen – es gibt ein sehr diverses Angebot auf unterschiedlichsten Ebenen – von Straßenkunst bis Theater in der Josefstadt, von Wienwoche bis Symphoniker, von Wave bis Rhiz, von Brut über Ragner Hof zum Wuk und da sind die ganzen Klein- und Mittelbühnen nicht genannt … alle arbeiten sich mit unterschiedlichsten Mitteln an der aktuellen politischen Situation ab.

Was ich sehen kann ist, dass die Angebote innerhalb Wiens sehr ungleich verteilt sind, dass Veränderungen noch zu langsam gehen, dass die großen Tanker Themen wie Zuwanderung, Zusammenleben, Konflikt von Einbinden und Ausgrenzen, zwar spielen, aber die Erkenntnisse noch nicht in die eigenen Strukturen einbauen; dh. RegisseurInnen, SchaupielerInnen, Programm sind noch immer vorwiegend bildungsbürgerlich geprägt.

Aber Neuorientierung findet statt. Mit Anna Badora kommt eine Intendantin nach Wien, deren spezifisches Anliegen es ist „bildungsferne Schichten das Theater als Begegnungsort über soziale Barrieren hinweg“ zu etablieren. Auch Thomas Zierhofer-Kin versteht sich gern als Stachel im Fleisch der Hochkultur – man wird mehr wissen, wenn die beiden ein Jahr gearbeitet haben.

Daneben sind gerade in Wien in den letzten Jahren einige dezentrale kulturelle Begegnungsräume entstanden, die zeigen wie Kultur auch partizipativ und politisierend funktionieren kann, wie die Brunnenpassage, Soho Ottakring oder die Wienwoche.

Es ist noch nicht genug! Wir brauchen mehr offene Räume für unterschiedliche kulturelle Aktivitäten in den Außenbezirken, auch fernab der Eventkultur, wir brauchen mehr Orte, wo junge KünstlerInnen sich ohne finanzielles Risiko ausprobieren können, und wir brauchen Verbesserungen in den Förderstrukturen: Vereinfachung der Ansuchen, klare Ausschreibung der Förderkriterien, thematisch besser fokussierte Calls, mehr Einbindung zivilgesellschaftlicher ExpertInnen in Jurys .

Wir brauchen im Kulturbudget mehr Spielraum um auf Neuentwicklungen zu reagieren. Und gerade im Bereich der Stadtentwicklung brauchen wir eine intensive spartenübergreifende Zusammenarbeit. Wenn – wovon wir ausgehen – Wien in den kommenden Jahren um die Größe von Graz wächst, werden wir von Anfang an auch kulturelle Infrastruktur Maßnahmen mitdenken müssen. Es braucht Mittel um sinnvolle, nachhaltige moderne Konzepte zu entwickeln, die für die neue hinziehende Bevölkerung von Anfang an „Orte der Begegnung“ schaffen: am besten so , dass diese vor Ort wachsen und weiterentwickelt werden können. Die Ideen sind da, die Themen sind da, gute Kulturpolitik hat die Aufgabe sensible zu bleiben für gesellschaftliche Veränderungen, kritische Stimmen zu hören und zu beachten und innovative Menschen zu motivieren ihre Ideen umzusetzen. Dafür werde ich mich in den nächsten Jahren stark machen.

Die „Clash of Civilations“ Debatte stützt in diesem Zusammenhang die Idee einer „gemeinsamen Leitkultur“. Die halte ich ein einer sich ständig verändernden Gesellschaft für fraglich. Und vor allem glaube ich nicht, dass Kulturpolitik so etwas wie eine Leitkultur setzen soll und kann. Wir PolitikerInnen sind aufgerufen aktuelle Diskurse wahrzunehmen und Räume für gewaltfreie Auseinandersetzung zu schaffen – für die freie Szene genauso wie für etablierte Institutionen.

Antwort auf Martin Wassermair: Kulturkampf – Kopf in den Sand? Freiheitlicher Kulturbegriff auf identitärem Feldzug Von Martin Wassermair. Erschienen in: Salzburger Kulturfenster, Ausgabe 10/2015

 

Zwischen Drinnen und Draußen – KulturHerbstNeubau

… gestern Abend ist er fulminant gestartet der KulturHerbstNeubau (Programmdetails)

Zum 5.Mal präsentieren wir heuer im Herbst das kleine feine BezirksKulturfestival

mit ON DISPLAY für das Veronika Glatzner 7 Texte von 7 Darstellerinnen interpretieren lässt – im öffentlichen Raum oder vielmehr im Raum „zwischen drinnen und draußen“ – in Auslagenscheiben, im Stiegenhaus oder im Imbiss. (Oe1 Leporello )

ondisplay

Wir haben die Straße ein Dazwischen genannt, eine zwischen den Orten gelegene Strecke. Sie ist zwar nicht mehr so gut gesichert wie Haus, Wohnung, Geschäft, Schule, Kneipe …, ist aber die Vermittlungsstrecke zwischen ihnen. Alles, was passiert, geschieht hier: am Ort.

Das war das Motto unter dem die Kulturkommission Neubau eingeladen hat.

17 Künstlerinnen-Gruppen haben Projekte eingereicht – Theaterstücke, Konzerte, Performances und Interventionen im öffentlichen Raum und eine Diskussion FREE SPACES zu neuen Formen der „KUNST im öffentlichen Raum“ moderiert von Cornelia Offergeld.

Wenn Sie in den nächsten 2 1/2 Wochen eigenartig  agierende Menschen auf der Straße sehen, gehen  Sie davon aus, dass es sich um künstlerische Interventionen handelt. reden Sie mit ihnen, machen Sie mit… sollte sich danach herausstellen, dass alles ganz anders war, freuen Sie sich einfach an der neuen Bekanntschaft.

… der Standard über Kultur mit allen

Manchmal geht doch was …. hier zum Nachlesen.

Danke an Michael Wurmitzer vom Standard

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