ursula berner

beobachtungen, ideen, tipps

Seite 2 von 6

Ethikunterricht – für alle Kinder einer Klasse gemeinsam!

…. egal welches Bekenntnis sie haben.

ein gemeinsames Statement von David Ellensohn und mir zum Ethikunterricht und den verheerenden, spaltenden Ideen, die dazu aus dem Bildungsministerium kommen:

Wien (OTS) – „Bildungsminister Heinz Faßmann spaltet die Schüler und Schülerinnen in religiöse und nicht-religiöse. Der Ethikunterreicht verkommt zur Strafmaßnahme gegen Kinder, die eine Freistunde haben. Das ist schade, weil gerade ein gemeinsamer, verpflichtender Ethikunterricht für alle SchülerInnen einer Klasse für die Erarbeitung eines gemeinsamen Gesellschafts- und Demokratieverständnisses sehr wichtig ist“, so der Klubobmann der Grünen Wien, David Ellensohn.

Die Familiensprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner, ergänzt: „In einer Stadt, in der mehr als 40 Prozent der BewohnerInnen ausländische Herkunft haben und 16 anerkannte Religionsgemeinschaften beheimatet sind, braucht es ein gemeinsames Verständnis für das Zusammenleben. Der gemeinsame Ethikunterricht für alle ist ideal, um gemeinsame Werte für ein Zusammenleben auf Basis der Menschenrechte zu erarbeiten und gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Damit können soziale Konflikte frühzeitig entschärft werden“.

Die Ausbildung der Ethik-Lehrenden darf nicht den Religionsgemeinschaften überlassen werden. Es ist auf einen einheitlichen Lehrplan und genaue Qualitätssicherung und interkulturelle Kompetenzvermittlung zu achten. Damit genügend Lehrpersonal für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung steht, muss das universitäre Ausbildungsangebot stark ausgebaut werden.

„Es braucht eine völlige Entkoppelung des Ethikunterrichts von dem Unterricht der Glaubensgemeinschaften. Das heißt, dass kein Lehrer und keine Lehrerin an ein und derselben Schule Ethik und Religion nebeneinander unterrichten darf“, so Ellensohn.

„Im Zuge der Neugestaltung des Ethikunterrichts muss auch Religionsunterricht auf Qualitätsstandards überprüft werden: Welches Bild von Demokratie wird vermittelt, welche Grundregeln für das Zusammenleben werden gepredigt und wie wird die Diversität in der Gesellschaft, mit der Vielzahl der Religionen und Nicht-Religiösen Menschen, bewertet“, so Berner abschließend.

eigenART II präsentiert 22 aktuelle Künstlerinnen in der Grünen Galerie 7

… in Kooperation mit OBRA – One Billion Rising Austria

kuratiert  von  Mag.a Petra Springer,  die auch den Einleitungstext zu dieser Ausstellung verfasst hat:

„Geschichte der Frauenausstellungen

Frauen waren lange Zeit vom Kunstmarkt ausgeschlossen, historisch gesehen tauchen Künstlerinnen nur vereinzelt auf. Im Kontext der ersten Frauenbewegung begannen Künstlerinnen den männlich dominierten Kunstmarkt zu hinterfragen und suchten nach Strategien, sich zu etablieren. Bereits 1895 beschrieb Karoline Murau in ihrem Buch „Wiener Malerinnen” 42 Künstlerinnen. Ab 1901 stellten in Wien die „Acht Künstlerinnen” erstmals aus. Nur wenige Männer besuchten die Ausstellung. Da aber Männer weitaus kaufkräftiger waren als Frauen, wurde die Ausstellung ein Misserfolg. 1910 wurde der erste Verein von Künstlerinnen gegründet: „Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs”. Die erste Ausstellung „Die Kunst der Frau” fand im selben Jahr in der Wiener Secession statt. Erst seit 1921 dürfen Frauen an der Akademie der Bildenden Künste studieren. 1925 wurde die Vereinigung „Wiener Frauenkunst” gegründet, der Künstlerinnen der Wiener Werkstätte sowie der vormals „Freien Vereinigung” angehörten. 1927/28 fand die erste Ausstellung im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie statt. Der Backlash im Kontext des Nationalsozialismus zeigte sich auch in der Kunst von Frauen. Es gab zwar Ausstellungen von Frauen, wie „Künstlerisches Frauenschaffen” in der Secession 1940. Traditionelle Werte wurden in den Werken thematisiert und propagiert. „Arische”, asexuelle Frauen in Trachten sind in den Bildern zu sehen: das Bild der Frau als Ehefrau, der sitzenden Frau, die vermutlich näht, der „braven” Frau als Hausfrau. Im Kontext der zweiten Frauenbewegung kam es dann wieder verstärkt zu Ausstellungen von Frauen. Die UNO erklärte 1975 zum „Jahr der Frau” und Wissenschaftsministerin Dr.in Hertha Firnberg wollte eine Ausstellung ausschließlich für Künstlerinnen in die Wege leiten: und zwar im Völkerkundemuseum. Es gab Proteste gegen diese Frauenausstellung, da sie an einem Ort geplant war, der die Kunst von Frauen außerhalb der eigentlichen Kunstinstitutionen in die Nähe von Handarbeit und Volkskunst rückte. Die Jury, die die Künstlerinnen auswählen sollte, war männlich besetzt. Valie Export kuratierte 1975 die Ausstellung „Magna – Feminismus: Kunst und Kreativität” in der Galerie nächst St. Stephan. 1978 wurde eine in der Secession geplante Marc Chagall-Ausstellung kurzfristig abgesagt. Bei einer Sitzung des Vorstandes, dem damals zwei Frauen angehörten, wurde beschlossen, diese Lücke im Programm mit einer Ausstellung von Arbeiten von Künstlerinnen zu füllen. Florentina Pakosta wurde beauftragt, die Ausstellung zu organisieren. In der „Secessionistinnen” genannten Ausstellung ging es Pakosta vorrangig darum, die Arbeiten der weiblichen Mitglieder der Secession vorzustellen. 1977 wurde die „Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen” („IntAkt”) gegründet. 1985-86 zeigte die Secession in der Ausstellung „Identitätsbilder“ Arbeiten dieser feministischen Gruppe. 1984 wurde unter dem Vorsitz von Johanna Dohnal der Verein „Frauen 84” mit der Wiener Galeristin Grita Insam, der Künstlerin Valie Export und der Kunsthistorikerin Silvia Eiblmayr gegründet. Sie organisierten mehrere Ausstellungen, wie „Kunst mit Eigen-Sinn” 1985 im Museum des 20. Jahrhunderts, wo aktuelle Positionen von etwa siebzig österreichischen und internationalen Künstlerinnen gezeigt wurden. Im Kontext dekonstruktivistischer Theorien wurden im Kunstdiskurs Frauenausstellungen problematisiert, da sie die Frau in einer Frauenausstellung als das „Andere” präsentierten. Andererseits kann Kunst als politischer Ort der Auseinandersetzung begriffen werden, an dem die vom Patriarchat verschüttete Identität der Frau wieder zum Vorschein gebracht wird. Die 1999 veranstaltete Ausstellung „Jahrhundert der Frauen” im Kunstforum Bank Austria zeigte Arbeiten von Künstlerinnen, die zwischen 1870 und 1999 entstanden sind.

Haben die Ausstellungen in der Zwischenkriegszeit die Kunst der Frauen in einer anderen Weise präsentiert bzw. gingen die Ausstellungen in den siebziger Jahren in den öffentlichen Raum bzw. auch außerhalb des Ausstellungslokals oder wurde die Rolle der Frau als Hausfrau in Frage gestellt, so wurden Bilder nun in klassischen White Cubes präsentiert. Ähnlich gestaltet war die Ausstellung „Mimosen – Rosen – Herbstzeitlosen” 2003 in der Kunsthalle Krems. Das Etikett „Frauenausstellung” reicht nicht aus, um Frauen deren adäquaten Platz in der Kunstgeschichte zurückzugeben. Die gesellschaftlichen Strukturen bleiben weiterhin patriarchal. Es gilt nicht, die Frau als das „Andere” zu definieren, sondern es geht darum, Ausschlussmechanismen aufzuzeigen und sich mit speziell weiblichen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Da Kunstwerke keine mimetischen Abbilder der Natur bzw. der Wirklichkeit sind, sondern immer auch Bilder einer gesellschaftlichen Wirklichkeit, die gleichzeitig auch Vorstellungen der jeweiligen Entstehungszeit transportieren, so sind auch Ausstellungen Spiegel der Gesellschaft. “

 

Zum Hintergrund der alktuellen Ausstellung:

One Billion Rising Austria präsentiert 2019 die Ausstellungsreihe eigenART. One Billion Rising („eine Milliarde erhebt sich“) setzt sich als getanzter Protest für ein Ende der Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* ein. Die „Milliarde“ errechnet sich aus der statistischen Aussage der UN, dass ein Drittel aller Frauen* und Mädchen* weltweit in ihrem Leben Opfer von Gewalt werden.

One Billion Rising findet als getanzte Kundgebung statt, weil Tanz Kraft gibt, weil Tanz im öffentlichen Raum ein Statement ist – und weil Frauen*, die durch Gewalt traumatisiert worden sind, über den Tanz zu ihrem Körper zurückfinden können.

Die aktionistische Kampagne One Billion Rising entwickelte sich 2012 aus der V-Day-Bewegung – einer globale Bewegung, die 1998 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Seitdem ist der 14. Februar nicht nur Valentinstag, sondern auch V-Day. Das „V“ in V-Day steht für Victory (Sieg), Valentine (Valentinstag) und Vagina.

Am und rund um den 14. Februar erlebt die Bewegung mit der Kampagne One Billion Rising einen Aktionshöhepunkt. Seit 2013 sind weltweit tausende Aktivist_innen singend und tanzend gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* aktiv. So etwa in Nordamerika, Südafrika, Australien, Deutschland und Österreich.  Derzeit ist OBRA Kooperationspartnerin für die Ausstellung eigenART II in der GrünenGalerie 7.

Die Grüne Galerie  7   besteht seit 2006 in den Büroräumlichkeiten der Grünen Neubau. Gemeinsam mit Anna Babka lade  ich hier her engagierte Künstler_innen ein, die aktuelle Diskurse als Basis ihrer Arbeit sehen, oder wo wir  in der Interpretation der Werke oder der künstlerischen Persönlichkeit einen Diskussionsbeitrag zu aktuellen Themen wahrnehmen.  Wir freuen uns sehr  mit der aktuellen Ausstellung nicht nur 15 sehr unterschiedliche international vernetzte Künstlerinnen zu präsentieren, sondern auch in Kooperation mit Obra -One Billion Rising Austria  klar und unmißverständich auf die aktuelle Situatiion der weltweiten Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen zu können.

Die Künstlerinnen

Ophira Avisar • Amelita Bradu • Kati Bruder • Magaly Cureau • Ewa Dziedzic • Anneliese Erdemgil-Brandstätter • Sarah Fellner • Veronika Junger • Sophie Krüger • Aiko Kazuko Kurosaki •  Sara Merec • Martina Mina • Martina Montecuccoli •  Doris Neidl • Petra Paul • Petra Röbl • Sabine Schwaighofer • Abigail Stern • Julia Überreiter • Valerie Villena • Judith Wagner • Vivian Crespo Zurita

Die Eröffnungsperformance von Aiko Kazuko Kurosaki zur aktuellen Situation

Die Abschiedsoperformance

 

Das Programm:

Vernissage Dienstag, 12.02.2019, 19:00
Begrüßung: Dr.in Anna Babka, Mag.ª Ursula Berner
Eröffnung: Mag.ª Petra M. Springer
Aiko Kazuko Kurosaki | Petra Paul: STAND-IN for OBRA – The Performance

Finissage: Mittwoch, 27.03.2019, 19:00
mit Dr.in Anna Babka, Mag.ª Ursula Berner
Performance: Vivian Crespo Zurita

Wien ein „Platz der Menschenrechte“?

Montage (c) Francoise Schein 2017

Montage (c) Francoise Schein 2017

Stärker als noch bei der Benennung des Platzes 2014 werden heute grundlegende Menschenrechte täglich neu verhandelt:  Auch hier im reichen „zivilisierten“ Mitteleuropa wird plötzlich in Frage gestellt, ob ein Kind, dessen Eltern im falschen Land geboren sind, wirklich in „unsere“ Schule gehen dürfen soll, „unserer“ Ärzte besuchen darf oder finanzieller Unterstützung bedarf. Ob Gewaltschutz wirklich öffentlich finanziert werden soll und ob Menschen über 50 überhaupt noch ein Recht auf einen Job haben, oder man ihnen besser gar keine Unterstützung mehr zukommen lässt.

Es war die Erfahrung der zwei Weltkriege in Europa hat 1948 die Vereinten Nationen dazu veranlasst in 30 Artikel internationale Menschenrechte festzuschreiben: Grundrechte, die für alle Menschen gelten, egal welche ethnische Herkunft sie haben, egal welche gesellschaftliche Position sie inne haben, egal ob sie reich oder arm sind: ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Bildung, Schutz vor Verfolgung, ein Recht auf Familie und sexuelle Freiheit stehen jedem und jeder zu. Das soll hier erinnert werden, an einem Platz der zentral in Wien gelegen mittlerweile der größte im Bezirk Neubau ist. 

Gerade in einer Gesellschaft in der „Geiz geil ist“, neoliberale „ich bin der Stärkste und du schau, wo du bleibst“ Stimmung ist, wird es immer wichtiger diese Grundrechte wieder ins Bewusstsein zu rufen. Der öffentliche Raum ist ideal dafür, möglichst barrierefrei Themen zu setzen. Das sieht man nicht zuletzt hier am Platz der Menschenrechte– mit dem Omofuma Stein hat Ulrike Truger schon 2003 den Rassismus und das menschenverachtende Vorgehen in vielen Asylverfahren angeklagt und öffentlich zur Diskussion gestellt.

70 Jahre nach der in Deklaration der Menschenrechte und der UNO Menschenrechtscharta sehen wir die Übereinkunft, der allumfassenden Gültigkeit der Menschenrechte in vielen europäischen Ländern bedroht. Auch hier in Österreich werden Gesetze adaptiert und damit Grundsätze aus der Deklaration ausgehöhlt.

Foto Detail des Tisches am Platz der Menschenrechte von Francoise Schein   (c) Iris Ranzinger KÖR

Mit dem Platz der Menschenrechte soll allen, die hier vorbeigehen auch die eigene Verantwortung ins Bewusstsein gerufen werden, diese Menschenrechte zu verteidigen. Und mit all jenen solidarisch zu sein, die gerade Einschränkungen in ihren Grundrechten erfahren.

Als Menschenrechts-Stadt hat Wien eine besonders große Verantwortung die Basis zu schaffen, dass alle hier Lebenden in Würde leben können, Zugang zu Nahrung, Bildung und Gesundheitsversorgung haben. Angemessen leben können.

Der 70. Geburtstag ist auch ein Erinnerungstag wie schnell extreme, scheinbar einfache Lösungen von Konflikten in den Abgrund führen.

Die Basis der Demokratie ist der Kompromiss unter der Berücksichtigung der Würde aller Menschen. Die Menschenrechte sind die Basis für eine moderne Demokratie. Alle gesetzlichen Entscheidungen, alle Regelwerke müssen darauf abgeklopft werden, ob sie tatsächlich dieser grundlegenden Übereinkunft entsprechen.

Mehr zum Projekt auf der Seite des KÖR

http://www.koer.or.at/projekte/wien-bankett/

Förderungsinfo an Künstlerinnen und Künstler in Neubau

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Kultur.Herbst.Neubau. hat seit 2011 erfolgreich den Herbstbeginn bunter gemacht.
Im Herbst 2017 präsentiert sich die Veranstaltung mit neuen Konzept: ein unabhängiger Kurator wurde eingeladen mit ausgesuchten KünstlerInnen ein Programm für drei Tage im September zusammenzustellen.

Dennoch bleibt für Sie die Möglichkeit zu einer thematischen Einreichung. Für die Zukunft wird der Bezirk jedes Jahr im Frühling ein „Jahresschwerpunkt -Thema“ für das kommende Jahr benennen.

Im Gedenkjahr 2018 ist in Neubau „Erinnern“ Schwerpunktthema.

2018 steht im Zeichen zahlreicher historischer Ereignisse von 1848 über 1918, 1938, 1948 und 1968, die bis heute in der österreichischen Gesellschaft nachwirken. Wir freuen uns besonders über Projekte, die weniger historische Ereignisse exakt nachzuzeichnen versuchen, als vielmehr eine aktuelle Auseinandersetzung mit kollektiven und der privaten Geschichtserzählung(en) und dem Erinnern finden: Was erinnern wir? Wer hat das Recht zu definieren, was erinnert wird?  Welche Funktion hat Erinnerung für den politischen Diskurs, welche Funktion hat sie im Privaten? Bleibt in einer schnelllebigen, digitalisierten Welt überhaupt Zeit „sich zu erinnern“? Wie verändert sich die „Erinnerung“ im Laufe der Zeit?

Die Kulturkommission Neubau hat für Einreichungen zum Thema „Erinnern“ – so wie in den Jahren zuvor für das Festival im Herbst – einen Teil des Kulturbudgets reserviert und lädt Sie jetzt schon ein, Projekte, für das kommende Jahr einzureichen.

Ihre Einreichungen werden in den Sitzungen der Kulturkommission ab Jänner 2018 behandelt. Aufgrund des begrenzten Budgets und der thematischen Eingrenzung kann es sein, dass nicht alle Einreichungen eine finanzielle Zuwendung erhalten.

Alle Formulare für bezirksorientierte Kulturangelegenheiten finden sie hier: www.wien.gv.at/amtshelfer/kultur/kulturabteilung/foerderungen/bezirk.html

Bei Fragen wenden Sie sich an das Büro der Bezirksvorstehung unter 01 4000 07116 oder an post@bv07.wien.gv.at.

 

Mit besten Grüßen

 

Jenseits des Patriarchats: Das feministische Gesicht des Islam

Vortrag und Diskussion mit Seyran Ates mit einem Kommentar von Sibylle Hamann am 13. Juni 2017

Einleitung: Berivan Aslan
Moderation: Ursula Berner

„Ich träume von einer Moschee, in der alle Menschen zusammenkommen, die sich für den Islam interessieren und/oder daran glauben. Eine Moschee, in der es keine Geschlechterapartheid gibt und daher Männer und Frauen im selben wunderschönen Raum beten können. Das ist räumlich machbar! Der Mensch muss es nur wollen, wie alles andere im Leben auch.

Meines Erachtens können wir gegen Hassprediger nur ankommen, wenn wir ausreichend Liebe predigen. Das geschieht nun mal vor allem in der Moschee. Die Jugend und liberale Muslime haben zurzeit keine Alternative zu den konservativen, teilweise verkrusteten Moschee-Gemeinden.“ (Seyran Ates auf ihrer Website)

Seyran Ates ist gläubige Muslima mit kurdisch-türkischen Wurzeln. Sie lehnt jeglichen Fundamentalismus ab und will einen offiziellen Ort für die Muslime schaffen, denen die „normalen“ Predigten zu konservativ sind. Deswegen hat sie gemeinsam mit Mitstreitern eine liberale Moschee in Berlin  gegründet. Eine Moschee, in der Sunniten, Schiiten und Aleviten zusammen beten. In der Frauen Kopftuch tragen können – oder auch nicht. Und in der Imaminnen predigen – Imame natürlich auch. Sie möchte langfristig sogar selbst Imamin werden und Freitagspredigten halten. Ihr Projekt ist wegweisend für Deutschland.

Am 16. Juni soll es in der neuen Moschee in Berlin das erste Freitagsgebet geben. Die Freitagspredigt wird die jeminitisch-schweizerische Politologin Elham Manea halten. Frauen und Männer sollen gemeinsam beten. Danach wird es ein gemeinsames Fastenbrechen geben – denn das erste Freitagsgebet fällt in den Ramadan, den Fastenmonat. Am selben Tag wird Ateş‘ Buch über den Weg zur liberalen Moschee und ihre eigene Ausbildung zur Imamin erscheinen: „Selam, Frau Imamin“.

Bei uns ist Seyran Ates vor allem als Vorkämpferin für  Selbstbestimmungsrechte von Frauen bekannt. In ihrem Vortrag wird sie auch davon berichten, wo sie die Chancen sieht den Islam „von innen heraus“ zur reformieren.

Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Aula AAKH Wien, 1090

Eine Anmeldung ist erforderlich: buero(at)gbw.at
EIne Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt in Kooperation mit den Grünen Frauen Wien

Nachschau zu HAMAMNESS Gender Jihad bei den Wiener Festwochen

Neue feministische Ansätze interessieren mich immer.  Wenn Feminismus in Zusammenhang mit muslimischen Frauen diskutiert wird umso mehr.
Deshalb fand ich es mutig, dass die Wiener Festwochen sich dem Thema Interkulturalität, Kolonialismen, Minderheiten  etc aktiv angenommen haben und unter anderem im Rahmen von HAMAMNESS mit unterschiedlichen Veranstaltungen versuchen den Blick der BesucherInnen zu öffnen oder zu erweitern.

Soweit so gut .

Das war die Stimmung mit der ich mich auf das Projekt „Gender Jihad“ – wohl bewusst provokant gewählt  – einließ …

Als Gast wurde frau zunächst fein umschmeichelnd begrüßt und  eingeladen erstmal alles „abzulegen“ gute Düfte zu genießen und die Zeit zu vergessen und den Alltag  etc.

Dann begibt sich die Frau in das erste der 3 riesigen Luftballonzelte: es ist heiß, es gibt Teppiche, man sitzt am Boden trinkt Tee oder Wasser und „kommt einmal an“.  Eine weitere Schleuse führt in die Nassräume – es ist heiß, es gibt  zwei Liegen für Massagen oder Einseifungen; Wasserbrunnen, Gefäße zum sich abzuspülen, ein paar Hocker… und dann öffnet sich ein zweites Nasszelt, das außer den genannten Gegenständen auch noch einen Warmen Stein bereitstellt – es ist feuchtwarm… frau fühlt sich zunächst ein wenig verloren, lässt sich dann darauf ein, schwitzt und seift und spült und plaudert und kommt irgendwann, weichgespült und sanft gerippelt, zurück zum Teezelt.

Dort hat sich inzwischen Amani Abuzahra in die Mitte gesetzt und beginnt ohne sich vorzustellen zu sprechen – sie trage ein Kopftuch und es alles völlig selbstbestimmt, und sie fühle sich diskriminiert, wenn sie jemand nach ihrer Herkunft fragt, die wäre Liesing, oder Amstetten oder Gmunden – je  nach Lebensstadium. Aber eigentlich will sie nicht, dass man danach fragt, weil das ist zu intim und ausgrenzend.

OK – das löst ein wenig Irritation aus im Publikum – und Diskussion, ob Fragen nicht auch Interesse bekundet…

Dann erfahren wir, dass Mohammends erste Frau um 25 Jahre älter gewesen sei als er zur Zeit der Heirat – dass es also eine lange feministische Tradition gäbe im Islam. Interessant, denke ich.

Und versuche schließlich herauszufinden, wie eine Frau wie sie – geboren in Österreich mit Eltern aus Palästina – die Situation einschätzt: als Ausstehende sehe ich scheinbar immer mehr Frauen mit Kopftuch im öffentlichen Raum auch hier in Wien, mitten in Europa. Noch vor 30 Jahren war das weder in der Türkei noch im Iran üblich. Ob es nicht vielleicht auch eine politische Dimension hätte, das Kopftuch zu tragen.

Jetzt wird die weichgespülte sanfte Referentin ärgerlich, sie möchte keine Zuschreibungen, alles ist eine ganz persönliche Entscheidung, auch in ihrem Fall und man kann das nicht vergleichen ihr Kopftuchtragen, mit dem in der Türkei.

Ihre persönlichen Gründe dafür will sie aber nicht verraten – was ich persönlich sehr schade finde, weil wenn frau schon mit dem Thema so explizit in eine öffentliche Veranstaltung geht – muss Besucherin wohl davon ausgehen, das genau das nachgefragt werden darf. War die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht Teil des Konzepts der interaktiven Kunst-Performance-Lecture? Wer hier die Veranstaltung ausgesucht hat, Eintritt bezahlt hat, sich weichkochen ließ, hat ein gewisses Interesse am Thema. Niemand kommt her “um jemanden per se abzuwerten oder auszugrenzen“. Als Gast erwarte ich einen interaktiven Abend in einem spezifischen Umfeld – ein Experiment.

Wer hier ist bezeugt Interesse und erwartet einen echten Austausch auf Augenhöhe – schließlich sind alle hier (fast) nackt. Das könnte man auch übertragen lesen.

Stattdessen wird genau die Exotik behauptet und aktiv beworben, die wenn ich das Programm richtig verstanden habe, doch angeblich aufgelöst werden soll: „Willkommen in einer fremden Welt“ wird der Besucherin vermittelt, entspann dich mal und trau dich Grenzen zu überschreiten und was ganz Neues kennenzulernen – Ja eh, aber warum genau inszenieren sich die GestalterInnen und KuratorInnen als unbekannte Fremde? Sind wir nicht in Österreich, das seit langem durch eine multiethnische Bevölkerung geprägt ist (gut einige sind Deutsche, zumindest nach Akzent)? Gibt es hier nicht schon mindestens seit den Römern Warmwasserbäder, oder im Neusprech mittlerweile Wellnesstempel? Warum wird das angeblich „Fremde“ hier so inszeniert und von der Referentin noch betont: ich bin die Andere, ich ziehe mich anders an (beim Vortrag hatte sie kein Kopftuch auf) ich gehöre zu euch, aber irgendwie bin ich anders, aber ihr dürft nicht nachfragen, wenn ihr den Eindruck habt, ich sei nicht von hier. Heißt das nachfragen allein schon, dass man jemanden ausgrenzt? Wovon genau?
Die Wiener Bevölkerung sind derzeit ca 1,8 Mio Menschen, davon sind ca 500.000 als Fremd definiert, dh haben eine andere Staatsbürgerschaft, 215.000 aus der EU, ca 180.000 von außerhalb der EU; die Statsistik Austria weißt von den ca 1,8, Mio ca 700.000 als mit Migrationshintergrund aus – das sind etwa die Hälfte ! Auch wenn diese Definition „Migrationshintergrund“ sehr schwammig ist und zu hinterfragen, bleibt die Grundfrage:

WELCHES WIR GRENZT WEN AUS?

Muslime sind rein historisch schon ca seit dem 10.Jhdt. in Österreich (damals der Monarchie) ansässig. Gesichert seit 1476 im Vorfeld der Türkenkriege und spätestens seit 1912 ist der Islam nach hanafitischen Recht in Österreich als Religionsgemeinschaft anerkannt.

Als Festwochengast hätte ich gerne mehr Informationen über die Geschichte der Muslime in Österreich gehabt, zumindest kursorisch. Detailreicher vielleicht ab den 70ern, mit Einschätzungen zur Arbeitsmigration und am liebsten auch von den vielen unterschiedlichen muslimischen Strömungen heute hier in Österreich erfahren. Dazu gibt es viel Material nicht zuletzt, weil viele engagierte SozialhistorikerInnen in dem Bereich geforscht haben und auch schon Ausstellungen  dazu öffentlich zu sehen waren. (zB http://gastarbajteri.at/)

Stattdessen fand ich mich in einer tendenziösen Veranstaltung, die in allgemeinen Bildern von den unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Muslime sprach. Dann aber nicht bereit war auf Fragen zu aufklärerisch feministischen Projekten, wie der Mosche mit weiblichen Imamen von Seyran Ates in Berlin, einzugehen. Ebenso wenig auf die Nachfrage nach jenen Aleviten, die ein Kopftuch ja explizit ablehnen, sich aber dennoch muslimisch verstehen.

Es mag sein, dass das Kopftuch für eine palästinensisch geprägte Frau andere Aspekte symbolisiert, als für eine türkische Frau – aber warum kann sie dann im Sinne der Aufklärung nicht darüber sprechen? Und schwurbelt nur von der ganz persönlichen Entscheidung, deren Grundlagen sie aber nicht offenlegen will – weil das zu intim sei. Als säße sie in einem Glaskubus allein und abgekehrt von der Welt. Als spielte die Gesellschaft um sie keine Rolle – außer als abzulehnendes Element.

Geht es bei der Veranstaltung nicht genau um diese Auseinandersetzung? Zwischen der Eigenwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung? geht es nihct darum in einem relativ sicher gesetzten Raum (einem abgeshclossenen Schwitzszelt) einen gleichwertigen Austausch ohne vorgefertigter Unterstellungen zu ermöglichen?

Warum laden die Festwochen angeblich im Dienste der Aufklärung ReferentInnen ein, die eine Reflexion ihres Tuns in bezug zu Hierarchisierungen innerhalb der modernen Gesellschaft genauso wie für unterschiedliche Islamische Strömungen verweigern?

Ich finde es ausnehmend Schade, dass sich die Festwochen eines derart politischen Themas annehmen und es dann so scheinbar unpolitisch umsetzen.  Wie der sanfte Wasserdampf scheint der Vortrag von Amani Abuzahra das Publikum einhüllen zu sollenum was genau zu erreichen? Lassen sich hier die Festwochen für eine bestimmte tendenziöse Richtung einspannen?

Der seit Anfang der 1990ern geprägte Begriff  Gender Jihad bezeichnete ursprünglich eine Bewegung muslimischer Frauen, die weltweit für weibliche Emanzipation und Reformen innerhalb des Islams kämpfen. Unter Gleichberechtigung verstehen sie: rechtliche Gleichstellung sowie ein vollkommenes Selbstbestimmungsrecht der Frau, allerdings unter dem Banner der Religion. Das Tragen eines Kopftuchs oder eines Schleiers ist damit nicht automatisch verbunden. «Es ist nicht der Islam, der Frauen das Kopftuch vorschreibt, sondern es sind die Gelehrten», schrieb Asar Nomani,  eine der Vorkämpferinnen der Bewegung, die selbst in West Virginia eine Moschee gegründet hat, in der «Washington Post». Inzwischen wird diese Bewegung allerdings immer wieder auch auch von konservativen Richtungen gestützt.

Für ein geschlechtergerechtes Verständnis des Islam reicht es nicht aus, dieses einfach zu behaupten – es braucht dafür eine offene Auseinandersetzung, eine Analyse mit Auswirkungen aller Regeln und Gebräuche auf Frauen und Männer und eine wohlwollende Darstellung verschiedener muslimischen Strömungen. Genau das wünsche ich mir, wenn die Wiener Festwochen diese Thema so aufwendig inszenieren , Brüche udn Inkonsequenzen inklusive.

Was wir stattdessen erlebt haben, waren Abwertungen der vermeintlichen ReformerInnen und Infragestellung der Kompetenz sämtlicher Diskussionsbeiträge aus dem Publikum …

Das Projekt hinterlässt leider ein zutiefst unrundes Gefühl bei der Besucherin – trotz der feinen Lavendelöle …

Ankündigung aus dem Festwochen Programm:

Gender Jihad
Mit dem Begriff Gender Jihad rufen Muslimische Feminist*innen zu einem Jihad (Anstrengung, Kampf) für ein anti-patriarchales und geschlechtergerechtes Verständnis von Islam auf und darüber hinaus.
Die vielen Fatma Morganas über Frauen als dominierungsaffine Subjekte lichten sich durch eine emanzipatorische heterogene Frauenbewegung. Gender Jihad ist postkolonialer Feminismus. Frauen zeigen selbst- und nicht fremdbestimmt wie feministische Solidarität funktionieren kann. Amani Abuzahra wirft einen Blick auf die Geschichte von Frauen im Islam um neue Denkwege zu eröffnen. Was Gender Jihad im Körper einer Schwarzen Muslimischen Frau bedeutet, wird Ismahan Wayan mit Hilfe von Schwarzen und Muslimischen Denker*innen reflektieren und diskutieren. Performativ erforscht Sara Mikolai queer-feministische Beziehungen. Aus Ungewissheiten wird Kollektivität. Die Transformationskünstlerin Eisa Jocson untersucht Gender und Exotismen.
Hamamness
ruft zu einem Jihad der Solidarität auf!

Termine:
1. Juni mit Amani Abuzahra & Sara Mikolai
2. Juni mit Amani Abuzahra & Ismahan Wayah & Sara Mikolai
3. Juni mit Amani Abuzahra & Ismahan Wayah & Eisa Jocson
4. Juni mit Amani Abuzahra & Eisa Jocson

IntAkt zu Gast in der Grünen Galerie 7

Vor 40 Jahren hat sich IntAkt als internationale feministische Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen gegründet. Die Ausstellung versteht sich in der Tradition der kritischen Malerei. Die Künstlerinnen laden ein zu neuen Blicken aufs „Grüne“ und ins “Grüne“.

Es werden Werke zur Beziehung Frau-Natur-Gesellschaft mit allen Veränderungen und Bedrohungen, denen wir als Teil der bedrohten Natur ausgesetzt sind, gezeigt. Die Darstellung von Lebensweise soll in Beziehung mit der uns umgebenden Natur und dem Betrachter erfahren werden, unter dem speziellen Aspekt der weiblichen Lebenserfahrungen.

„Frühstück Im Grünen“, als Arbeitsthema verstanden, verweist auf die Traditionen kritischer Malerei. Die Ansage „Frühstück“ verweist auf etwas NEUES, auf Tagesbeginn, Jugend, Schönheit, Inspiration, auch auf direkt gelebte Sinnlichkeit. Weibliche Sinnlichkeit? Wo sind die Grenzen zum „Fest“? Kunst stellt Fragen, und lädt ins Grüne.

(Gudrun Kaitna-Engel)

VERNISSAGE am 14.6. ab 19.00 Uhr

In der Grünen Galerie hermanngasse 25, 1070 Wien

Mehr zu IntAkt: www.intakt-kuenstlerinnen.com

Hier gehts zur Website der Neubauer Grünen

Förderzusagen aus der Kulturkommission Neubau vom 29.3.2017

Nachdem es leider nicht möglich ist Protokolle der Kulturkommission auf der offiziellen Seite der Stadt Wien wien.gv.at zu veröffentlichen, blogge ich als Vorsitzende der Kulturkommission Neubau hier die beschlossenen Förderzusagen. Ziel ist es, dass alle Bürger_innen wissen, welche Projekte vom Bezirk Neubau mit ihren Steuergeldern unterstützt wird.
Nehmen Sie es auch als Anlass die eine oder anderer Produktion zu besuchen!

Anbei die Förderzusagen von der Sitzung am 29.3.2017

Anträge and i Kulturkommission Neubau

  1. Kulturverein Dusha Connection: Konzert „Merak 7“, € 1.200,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
  2. Das Schauspielwerk: Theater „Auf der Greifswalder Straße“, € 2.400,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 800,– wird einstimmig beschlossen.
  3. Experimonde: Ausstellung „Neubauer Geschichten vom Gewand“, € 3.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
  4. Valentin Farkasch: Ausstellung „Einmal New York und zurück“, € 3.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  5. Forum Arabicum: Theater „Wer hat Aruba verführt und entführt“, € 1.500,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 800,– wird einstimmig beschlossen.
  6. Alim: Lesung „Alevitische Poesie und Musik“, € 1.600,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  7. Loser Kulturverein: Lesung „Bettler, Beter, Bittsteller“, € 450,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 450,– wird einstimmig beschlossen.
  8. Live Concerts International: Konzert „Resonanz Plus 2017“, € 2.200,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  9. Danceability: Performance „Jattle, BAM + Poetry“, € 1.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
  10. Hallac: Buchbesprechung „Geschichte der Aleviten in Wien“, € 1.450,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  11. Design Club Wien: Lesereihe „Filter“, € 2.250,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  12. Szene Bunte Wähne: Theater „20. Festival Szene Bunte Wähne“, € 5.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.
  13. Kleeblatt: Theater „Ein Übergang zum Untergang“, € 2.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  14. Natascha Ties: Theater „Nur Kinder, Küche, Kirche“, € 1.150,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP pro; 1 FPÖ contra).
  15. Blockfrei: Ausstellung „Curators‘ Agenda 2017“, € 3.100,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 GRÜNE, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 FPÖ pro; 1 SPÖ contra).
  16. Mosaik: Event „Route 28“, € 5.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
  17. Kulturverein grossundklein: Konzert „Klassik Cool!“, € 600,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 600,– wird einstimmig beschlossen.
  18. Kaufleute der Mariahilfer Straße: Musikveranstaltung, € 200,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 200,– wird einstimmig beschlossen.
  19. PFIRB: Straßenfest „Begegnung und Dialog“, € 1.400,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
  20. Verein Wesensart: Ausstellung „Sonntagszimmer“, € 3.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
  21. IG Kaufleute Westbahnstraße: Ausstellung „Steine der Erinnerung“, € 3.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.

Nachträge:

N1. Jenny Simanowitz: Theater „Who’s afraid of the Jewish mother?“, € 2.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

N2. Kulturgemeinde Neubau: „Nachbarschaftsfest 1070“, € 5.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 5.000,– wird einstimmig beschlossen.

N3. Kirchenmusikverein St. Ulrich: Konzert „Kirchenmusik“, € 2.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

N4. Bernhard Ensemble: Theater „Taxi.Speiber“, € 4.000,– Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP pro; 1 FPÖ contra).

Förderzusagen der Kulturkommission in Neubau vom 25.1.2017

Nachdem es leider nicht möglich ist Protokolle der Kulturkommission auf der offiziellen Seite der Stadt Wien wien.gv.at zu veröffentlichen, blogge ich als Vorsitzende der Kulturkommission Neubau hier die beschlossenen Förderzusagen. Ziel ist es, dass alle Bürger_innen wissen, was im Bezirks Neubau mit ihren Steuergeldern unterstützt wird.
Nehmen Sie es auch als Anlass die eine oder anderer Produktion zu besuchen!

Die nächste Kulturkommission tagt Ende März.

 

  1. Wien tanzt: „Lange Nacht des Tanzes“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Club7: „Hoffest 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 5.000,– wird mehrheitlich beschlossen.
    (4 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 FPÖ pro; 1 GRÜNE, 1 NEOS contra).

 

  1. E3 Ensemble: Theater „Alles am Arsch“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen.
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra)

 

  1. Wiener Vorstadttheater: Theater „Und sie legen den Blumen Handschellen an“
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Anita Schaub: Lesung „Auf Bruch“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

  1. Bernhard Ensemble: Theater „Invidia“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Evelyn Steinthaler: Spaziergang „Neubau 1945“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.200,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Alfred Bäck: „Wienzeilen“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Theater am Spittelberg: „Sommerbühne 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 15.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. MICA: „Offener CD-Schrank,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
  2. Aleksandra Pawloff: Ausstellung „Ich war fremd“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird mehrheitlich
    beschlossen (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

  1. Klangwerk: Ausstellung „Lauschangriff“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Music & Art Department: Konzert „Neubau meets Nashville“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Calle Libre: „Calle Libre 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (3 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 2 GRÜNE, 1 FPÖ contra).

 

  1. Orchidee/La Musa: Konzertreihe „Orchidee“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Chor Wien Neubau: Konzert „17. Neubauer Advent“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Junger Salon: Theater „Saubere Mädchen, dreckige Schlampen“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. La Musa: Konzert „Jetzige Literatur & Musik“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Verein Exil: Ausstellung und Exil-Literaturpreis 2017,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 10.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Enterprise Z: Performance „Unsturm“
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen.
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

  1. MUKUWI: Theater „Fortsetzung folgt“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Die Kurbel: Theater „Die Kurbel bewegt die Parks 2017“, € 660,–
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 660,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Richard Weihs: Lesungsreihe „Wilde Worte 2017“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (4 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 GRÜNE contra).

 

  1. Sprech- und Singverein Sterne: Theater „Lola Blau“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

  1. Zeitimpuls: Filmworkshop „Gemeinsam Vielfalt nutzen“,
    Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen
    (5 GRÜNE, 3 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra). 8

 

Nachträge:

 

N1. Grazer AutorInnenversammlung: Veranstaltung „Freiheit des Wortes 2017“,
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 GRÜNE, 2 SPÖ, 1 NEOS pro; 1 SPÖ, 1 FPÖ contra).

 

N2. Divina Komödie: „Literaturshow 2017“, € 1.000,–
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.

 

N5. Olliwood: Jahresprogramm „k48“,
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

N6. Pan Tau X: Konzert „Ein Neubeginn & Kontinuität“,

Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.

 

N8. Rote Haare: Ausstellung „Wo ist dein T-Shirt?“,
Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.

Förderzusagen der Kulturkommission in Neubau vom 22.6.2016

Nachdem es leider nicht möglich ist Protokolle der Kulturkommission auf der offiziellen Seite der Stadt Wien wien.gv.at zu veröffentlichen, blogge ich als Vorsitzende der Kulturkommission Neubau hier die beschlossenen Förderzusagen. Ziel ist es, dass alle Bürger_innen wissen, was im Bezirks Neubau mit ihren Steuergeldern unterstützt wird.
Nehmen Sie es auch als Anlass die eine oder anderer Produktion zu besuchen!

 Subventionsansuchen Kulturherbst:

    1. Die 4 Grazien: Ausstellung „Das Glück ist ein Vogerl“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    2. Mary Broadcast: Konzert „Menschen im Glück“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    3. Projekt Theater Studio Fleischerei Mobil: Theater „Ich möchte unbedingt hierbleiben“ Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    4. Yante: Interventionen „I can move“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    5. Theater Spielraum: Theater „Said und der Papst“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 4.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    6. West.7: Performance „Schnackihuma“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    7. Nestbeschmutzer und innen: Theater „Glück – Nur eine Vision?“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 3.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    8. Rote Haare Kulturverein: Installation „Happiness is just around the corner“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    9. La Musa: Konzert „Glück“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    10. Sylvie Proidl: Ausstellung „Luck and Happiness for Sale“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    11. Verein all inclusive: „Parkfest …macht glücklich“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    12. Thyl Hanscho: Theater „Glücksmaschinen“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    13. Literaturhaus Wien: Lesung „Im Jahr des Panda“,Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 300,– wird einstimmig beschlossen.  Nachträge Kulturherbst

      N1. Literaturhaus Wien: Lesung „Weshalb die Herren Seesterne tragen“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 300,– wird einstimmig beschlossen.
      N2. Renée Kellner: Theater „Trash Camp
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen

Subventionsansuchen allg.:

    1. Verein Offene Bücherschränke: Wartung und Erhalt des „Offenen Bücherschranks“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.500,– wird einstimmig beschlossen.
    2. Sophie Utikal: Ausstellung „Anticolonial Fantasies“, 
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    3. DanceAbility: Konzert „Jattle, BAM + poetry“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    4. Erstes Wiener Lesetheater: Lesung, „Lass mich mit dir kommen“, Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 450,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    5. Verein Alim: Buchpräsentation mit Musik,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen
    6. Mariella Gross: Festival „Get off your robot“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 FPÖ, 1 NEOS pro; 1 ÖVP contra).
    7. Projekt Theater Studio Fleischerei Mobil: „Peter Kreisky Gespräche“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).
    8. Verein der Internationalen Kreativen Ideen: Festival „Open the Door“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen
    9. Verein Organic Revolt: Tanzperformance „Void“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    10. Märchenbühne Apfelbaum: Theater „Ei, ei, was ist denn da drin?“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    11. Calle Libre: Festival „Calle Libre“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 2.000,– wird einstimmig beschlossen.
    12. David Stellner: Konzert „Straßenmusik“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 200,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ pro; 1 FPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS contra).
    13. Art:Phalanx: „Hinterhof Kontrovers“
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird einstimmig beschlossen.
    14. Tanzquartier Wien: „Alles Gute! Ein Umgang“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 5.800,– wird einstimmig beschlossen.
    15. Johanna Reiner: Ausstellung „Unsichtbares Handwerk in Neubau“,
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 1.000,– wird einstimmig beschlossen.
    16. N5. Wortwerft: Konzertlesung „Herbstleuchten“, 
      Eine Subvention des Antrags in der Höhe von € 500,– wird mehrheitlich beschlossen (5 Grüne, 2 SPÖ, 1 ÖVP, 1 NEOS pro; 1 FPÖ contra).

 

 

 

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2019 ursula berner

Theme von Anders NorénHoch ↑

Visit Us On FacebookVisit Us On Twitter